Die Flagge von MV
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Wahl in Mecklenburg-Vorpommern

Großer, überparteilicher Ratgeber zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern 2026. Neutrale Parteiinfos, Umfragen & interaktive Wahltools. ➔ Jetzt informieren!

Die Flagge von Mecklenburg im Wind - Die Fahne zeigt ein stilisiertes Rind mit einer Krone auf gelbem Hintergrund, umgeben von blauem und rotem Stoff.
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Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern am 20. September 2026

Am 20. September 2026 wird in Mecklenburg-Vorpommern ein neuer Landtag gewählt. Auf Bessere Welt Info findest du die wichtigsten Wahlinfos sowie alle aktuellen Artikel, Medien, Umfragen und Videos zur Wahl. Wir bieten einen unabhängigen Überblick über den Wahl-O-Mat & WahlSwiper, die Wahlprüfsteine und alle ➡️ Parteien, die zur Wahl antreten. Nach der Wahl präsentieren wir ausgewählte Ergebnisse & Analysen.

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"Wir bieten viel mehr Infos als der Wahl-O-Mat" - Dr. Norbert Stute

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Umfragen zu Mecklenburg-Vorpommern: Dawum und Wahlrecht.de - SPD, Linke + Grüne?

MrWissen2Go: Das könnte passieren, wenn die AfD regiert | Landtagswahlen 2026 - aktuell AfD 36 %

In den Wochen vor der Wahl führt die AfD die Umfragen in Mecklenburg-Vorpommern deutlich an. In der aktuellsten Umfragen kommt sie auf 36 %, gefolgt von der SPD mit 32 %, der Linken mit 11 %, der CDU mit 7 % und den Grünen mit 5 %. Das BSW liegt bei 4-5 %, die FDP bei 2-3 %. Damit hat sich das Kräfteverhältnis seit der Landtagswahl 2021 deutlich verändert: Die AfD würde ihren damaligen Stimmenanteil von 16,7 % mehr als verdoppeln. Hier sind die Bundesparteien verlinkt; die Landesparteien weiter unten.

Besonders spannend ist deshalb die Regierungsbildung: SPD, Linke und Grüne kämen aktuell zusammen auf 47 %, während CDU und AfD rechnerisch 44 % erreichen würden. Eine Zusammenarbeit mit der AfD lehnt die CDU jedoch ab. Eine Regierung unter SPD-Führung ist wahrscheinlich, da die CDU weder mit Die Linke noch mit der AfD zusammenarbeiten möchte. BSW und Die Grünen kratzen an der 5% Hürde während die FDP wohl daran scheitert; die Kleinparteien haben keine Chance auf ein Direktmandat. Sollten die Grünen den Einzug in den Landtag verpassen, könnte sich die Sitzverteilung erheblich verändern und die Regierungsbildung zusätzlich erschweren.

Die Landtagswahl steht vor allem im Zeichen der politischen Unzufriedenheit und der Frage, ob die bisherige Dominanz der SPD gebrochen werden kann. Die AfD hat seit 2021 massiv zugelegt und strebt erstmals die Führung der Landesregierung an, während die SPD trotz deutlicher Verluste ihre Regierungsverantwortung verteidigen möchte. Inhaltlich bestimmen vor allem Migration, Bildung, wirtschaftliche Entwicklung, Fachkräftemangel, steigende Lebenshaltungskosten, Mobilität und Gesundheitsversorgung den Wahlkampf. Hinzu kommen landesspezifische Fragen wie Energiepolitik, Nord Stream, Tourismus und die Entwicklung des ländlichen Raums.

Hier kannst du dich auch über die PARTEIEN und die THEMEN im Bund informieren !

Tipp: Wahl-O-Mat und WahlSwiper 2026

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Schwesig am 8. Juni 2019 als Vorsitzende der Deutsch-Russischen Freundschaftsgruppe beim 15. Treffen in Russland
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Wie ist die politische Lage in Mecklenburg-Vorpommern?

Bei der Landtagswahl 2021 wurde die SPD mit 39 % klar stärkste Kraft, gefolgt von der AfD mit 16 % und der CDU mit 13 %. Die Linke erreichte 10 %, die Grünen 6 % und die FDP 6 %. Die Wahlbeteiligung lag bei 70,8 % der rund 1,31 Millionen Wahlberechtigten. Die SPD gewann 34 der insgesamt 79 Sitze. Anschließend bildete Ministerpräsidentin Manuela Schwesig eine rot-rote Koalition aus SPD und Linken.

Die Landesregierung unter Manuela Schwesig konnte sich über weite Strecken auf eine stabile Mehrheit stützen. Im Mittelpunkt standen Investitionen in Wirtschaft, Infrastruktur, Bildung und sozialen Zusammenhalt. Gleichzeitig blieb die finanzielle Lage des Landes eine Herausforderung. Mecklenburg-Vorpommern verfügt für 2026 über einen Landeshaushalt von rund 12,1 Milliarden Euro. Die Netto-Kreditaufnahme ist für 2026 und 2027 mit jeweils rund 300 Millionen Euro eingeplant. Der Schuldenstand liegt aktuell bei rund 11,3 Milliarden Euro. Zugleich investiert das Land 2026 mehr als 2,1 Milliarden Euro, unter anderem in Infrastruktur und öffentliche Einrichtungen.

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hat Mecklenburg-Vorpommern insbesondere wegen seiner früheren energiepolitischen und wirtschaftlichen Verflechtungen mit Russland getroffen. Die Diskussion über Nord Stream, Energiepreise und Versorgungssicherheit ist deshalb bis heute politisch besonders aufgeladen. Gleichzeitig versucht das Land, seine Position als Energie- und Industriestandort auszubauen. Der Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft, der Ausbau der Häfen und neue Energieinfrastrukturen sollen Mecklenburg-Vorpommern langfristig als wichtigen Standort für Energie, Logistik und Industrie etablieren. Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wuchs das Bruttoinlandsprodukt 2025 preisbereinigt um 1,4 % und damit deutlich stärker als im Bundesdurchschnitt von 0,2 %.

Auf dem Arbeitsmarkt zeigt sich ein gemischtes Bild. Im Juli 2026 waren in Mecklenburg-Vorpommern rund 63.500 Menschen arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote lag bei 7,8 %, damit leicht unter dem Vorjahreswert von 7,9 %. Gleichzeitig suchen Unternehmen weiterhin Fachkräfte. Besonders im Gesundheits- und Sozialwesen, im verarbeitenden Gewerbe und in anderen personalintensiven Bereichen bestehen Engpässe. Die wirtschaftliche Entwicklung des Landes wird daher zunehmend von der Frage geprägt, wie der Fachkräftebedarf trotz einer alternden Bevölkerung gedeckt werden kann.

Im Bildungsbereich bleiben die Herausforderungen ebenfalls groß. Zum Schuljahr 2026/27 wurden erneut zahlreiche Lehrkräfte eingestellt: Allein 2026 kamen bislang rund 690 neue Lehrkräfte hinzu, darunter 500 zum neuen Schuljahr. Trotzdem bleibt der Personalmangel bestehen. In den kommenden fünf Jahren müssen nach Angaben des Bildungsministeriums rund 3.600 Lehrerstellen neu besetzt werden, während voraussichtlich nur etwa 2.700 Lehramtsstudierende ihren Abschluss machen. Rund 900 Stellen müssten deshalb voraussichtlich durch Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger besetzt werden. Besonders für ländliche Regionen ist die Sicherung einer ausreichenden Unterrichtsversorgung damit eine zentrale politische Aufgabe.

Auch beim Thema Migration und Asyl hat sich die Lage zuletzt deutlich verändert. Die Zahl der Geflüchteten, die nach Mecklenburg-Vorpommern kommen, ist seit Ende 2024 stark zurückgegangen. Für 2025 wurden 2.076 Zugänge im Bereich Asyl und Flucht registriert, verglichen mit 3.947 im Jahr 2024 und 6.024 im Jahr 2023. Auch die Zahl der Asylerstanträge sank: 2025 wurden 2.312 Erstanträge registriert, nach 4.788 im Jahr 2024. Die kommunalen Belastungen haben sich damit gegenüber den Jahren 2023 und 2024 spürbar verringert.

Plenarsaal im Landtag Mecklenburg-Vorpommern
Wiki | © Ralf Roletschek - CC BY 3.0

Die Parteien in Mecklenburg-Vorpommern

SPD: Die SPD tritt mit Ministerpräsidentin Manuela Schwesig als Spitzenkandidatin an. Im Mittelpunkt ihres Wahlkampfs stehen Investitionen in Bildung, Familien, Wirtschaft und Infrastruktur sowie die Sicherung von Arbeitsplätzen und eine bessere medizinische Versorgung. Die SPD setzt außerdem auf bezahlbaren Wohnraum, einen starken öffentlichen Nahverkehr und die Unterstützung des ländlichen Raums. Beim Thema Energie wirbt sie für den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien und eine sichere und bezahlbare Versorgung. Schwesig möchte die seit 2016 bestehende Regierungsverantwortung der SPD fortsetzen und erneut eine tragfähige Mehrheit für eine demokratische Regierung bilden.

AfD: Die AfD geht mit Leif-Erik Holm als Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten und Enrico Schult als Spitzenkandidaten der Landesliste in die Wahl. Sie fordert eine grundlegende Wende in der Migrationspolitik, mehr Abschiebungen und eine deutlich restriktivere Asylpolitik. Weitere Schwerpunkte sind niedrigere Energiepreise, weniger Bürokratie, Steuersenkungen, eine stärkere wirtschaftliche Unterstützung des Mittelstands und eine andere Energiepolitik. Die AfD kritisiert die bisherige SPD-geführte Landesregierung scharf und tritt erstmals mit dem ausdrücklichen Anspruch an, selbst die Landesregierung zu führen. In den aktuellen Umfragen liegt sie mit rund 36 % deutlich vor der SPD.

Die Linke: Die Linke wird von Simone Oldenburg angeführt. Die Bildungsministerin setzt den Schwerpunkt auf soziale Gerechtigkeit, Bildung und gute öffentliche Daseinsvorsorge. Im Mittelpunkt stehen bessere Bedingungen an Schulen, mehr Personal im Bildungsbereich, bezahlbares Wohnen, eine Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs sowie eine bessere finanzielle Ausstattung der Kommunen. Die Linke will außerdem die Gesundheitsversorgung und Pflege insbesondere im ländlichen Raum sichern. Sie grenzt sich klar von der AfD ab und strebt eine Fortsetzung einer linken bzw. progressiven Regierungsmehrheit an. Aktuell liegt die Partei bei etwa 11 % und wäre damit erneut sicher im Landtag vertreten.

CDU: Die CDU tritt mit Daniel Peters als Spitzenkandidaten an. Sie setzt auf eine stärkere Wirtschaft, weniger Bürokratie, bessere Bedingungen für Unternehmen und eine solide Haushaltspolitik. Weitere Schwerpunkte sind innere Sicherheit, Bildung, Infrastruktur und die Stärkung des ländlichen Raums. In der Migrationspolitik fordert die CDU eine Begrenzung irregulärer Migration und eine konsequentere Durchsetzung des Aufenthaltsrechts. Gleichzeitig versucht sie, sich sowohl von der SPD als auch von der AfD abzugrenzen. Peters hat eine Zusammenarbeit mit der AfD ausgeschlossen; auch eine Zusammenarbeit mit der Linken lehnt die CDU ab. Mit derzeit rund 10 % kämpft die Partei allerdings um eine deutlich stärkere Position im künftigen Landtag.

Bündnis 90/Die Grünen: Die Grünen treten mit Claudia Müller als Spitzenkandidatin an. Im Mittelpunkt stehen Klimaschutz, erneuerbare Energien, nachhaltige Mobilität und Naturschutz. Die Partei möchte den Ausbau von Wind- und Solarenergie beschleunigen, gleichzeitig aber auch wirtschaftliche Chancen durch die Energiewende nutzen. Weitere Schwerpunkte sind Bildung, Digitalisierung, eine bessere Verkehrsanbindung des ländlichen Raums und der Schutz demokratischer Institutionen. Die Grünen kämpfen bei der Landtagswahl allerdings um den Wiedereinzug: In den aktuellen Umfragen liegen sie mit etwa 5 % nur knapp über der Fünf-Prozent-Hürde.

BSW: Das Bündnis Sahra Wagenknecht tritt bei der Landtagswahl 2026 erstmals in Mecklenburg-Vorpommern an. Als Spitzenkandidat wird Peter Schabbel genannt. Das BSW verbindet eine restriktivere Migrationspolitik mit Forderungen nach bezahlbarer Energie, höheren Löhnen, sozialer Sicherheit und einer stärkeren Unterstützung von Krankenhäusern, Pflege und ländlichen Regionen. Außenpolitisch steht die Partei für eine kritischere Haltung zu Waffenlieferungen an die Ukraine und zu den Russland-Sanktionen. Besonders beim Thema Nord Stream und Energieversorgung versucht das BSW, Wählerinnen und Wähler anzusprechen, die eine Rückkehr zu günstigerem russischem Gas befürworten. In den aktuellen Umfragen liegt das BSW mit rund 4 % unter der Fünf-Prozent-Hürde.

FDP: Die FDP tritt mit Jessica Mendle und Jakob Schirmer als Spitzenduo an. Sie setzt auf Bürokratieabbau, wirtschaftliche Freiheit, Digitalisierung und bessere Rahmenbedingungen für Unternehmen und Selbstständige. Genehmigungsverfahren sollen beschleunigt und der Mittelstand stärker unterstützt werden. Zudem fordert die Partei Investitionen in Infrastruktur und Verkehr sowie mehr Eigenverantwortung in Bildung und Wirtschaft. Die FDP hat allerdings nur geringe Chancen auf den Wiedereinzug in den Landtag: In den aktuellen Umfragen liegt sie bei etwa 3 %.

Daneben treten diverse weitere kleinere Listen an, die ebenfalls frische Impulse in die parlamentarische Arbeit einbringen möchten.

Der Strandkorb gilt als Symbol des Tourismus in Mecklenburg und Vorpommern, vor allem an der Ostseeküste (hier Ahlbeck auf Usedom). Es gibt zahlreiche Seebäder, Kur- und Erholungsorte im Land.
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Welche Wahlthemen sind entscheidend in Mecklenburg-Vorpommern?

Die aktuellen Umfragen und der MV-Trend zeigen, welche Themen die Menschen vor der Landtagswahl besonders beschäftigen. An erster Stelle steht weiterhin die Zuwanderung und Flucht: Im September 2025 nannten 26 % der Befragten diesen Bereich als wichtigstes politisches Problem. Dahinter folgen Bildung, Schule und Ausbildung mit 22 %, Wirtschaft mit 14 % sowie Mobilität und Verkehr mit 14 %. Arbeitslosigkeit und Arbeitsmarkt kamen auf 11 %, Gesundheitsversorgung und Pflege auf 7 %. Damit dominieren sowohl gesellschaftspolitische Konflikte als auch klassische landespolitische Alltagsthemen den Wahlkampf.

Die Migration ist dabei besonders politisch aufgeladen. Obwohl die Zahl der Asylsuchenden zurückgegangen ist und Mecklenburg-Vorpommern mit gut 6 % einen der niedrigsten Ausländeranteile Deutschlands hat, bleibt Zuwanderung für einen großen Teil der Bevölkerung das wichtigste politische Thema. Die AfD profitiert davon besonders: Bereits 2025 trauten ihr 30 % der Befragten zu, die wichtigsten landespolitischen Aufgaben zu lösen – ein deutlicher Anstieg gegenüber früheren Umfragen. Gleichzeitig steht Mecklenburg-Vorpommern vor einem gravierenden Fachkräftemangel: Viele Unternehmen, insbesondere in Pflege, Gesundheit, Handwerk, Industrie, Bau und Tourismus, sind auf zusätzliche Arbeits- und Fachkräfte angewiesen.

Zuwanderung ist deshalb nicht nur eine Frage von Flucht und Asyl, sondern auch ein wichtiger Bestandteil der wirtschaftlichen Zukunft des Landes. Umso problematischer ist es, wenn unterschiedliche Formen von Migration pauschal gleichgesetzt und Ängste politisch verstärkt werden. Denn parallel zur zunehmenden politischen Aufladung des Migrationsthemas wächst auch die Gefahr von Rassismus und Rechtsextremismus: Im Jahr 2025 wurden im Bereich der politisch motivierten Kriminalität (PMK) rechts deutlich über 2.000 Straftaten registriert. Damit macht das rechtsextreme Spektrum weiterhin rund zwei Drittel der gesamten politisch motivierten Kriminalität im Land aus. Damit stehen sich im Wahlkampf zwei Entwicklungen gegenüber: der reale Bedarf an gesteuerter Arbeits- und Fachkräfteeinwanderung und eine zunehmend aggressive politische Mobilisierung gegen Migration.

Der Bildungsbereich ist das zweite große Wahlkampfthema. Schulen, Unterrichtsversorgung, Lehrkräftegewinnung und Ausbildung beschäftigen die Bevölkerung unmittelbar. Mecklenburg-Vorpommern hat zwar im Bildungsmonitor 2025 Fortschritte gemacht und liegt inzwischen auf Platz 9 der 16 Bundesländer, gleichzeitig bleibt die Sicherung des Lehrkräftebedarfs eine zentrale Herausforderung. Besonders in einem dünn besiedelten und alternden Land muss die Politik dafür sorgen, dass Schulen auch außerhalb der größeren Städte dauerhaft ausreichend Personal und gute Bildungsangebote haben.

Die wirtschaftliche Entwicklung bilden einen weiteren Schwerpunkt. Unternehmen stehen vor schwierigen Rahmenbedingungen, während gleichzeitig viele Beschäftigte und Betriebe unter steigenden Kosten leiden. Nach Einschätzung der Bundesagentur für Arbeit bleibt der Fachkräftemangel die größte Herausforderung für die Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns. Deshalb geht es im Wahlkampf nicht nur um neue Arbeitsplätze, sondern auch um Weiterbildung, Zuwanderung, bessere Bedingungen für Unternehmen und die Frage, wie junge Menschen im Land gehalten werden können.

Für 14 % der Befragten gehört Mobilität und Verkehr zu den wichtigsten Problemen. Das Thema ist in Mecklenburg-Vorpommern wegen der großen Entfernungen und der vielen ländlichen Räume besonders relevant. Ausgedünnte Bus- und Bahnverbindungen erschweren den Zugang zu Arbeitsplätzen, Schulen, Ärzten und Behörden. Die kommende Landesregierung muss deshalb entscheiden, wie viel Geld in den öffentlichen Nahverkehr, Straßen und Schienen investiert werden soll und wie eine verlässliche Mobilität auch in dünn besiedelten Regionen gewährleistet werden kann.

Eng damit verbunden ist die medizinische Versorgung und Pflege. Mecklenburg-Vorpommern gehört zu den dünn besiedelten und zugleich vergleichsweise alten Bundesländern. Dadurch wächst der Bedarf an Ärzten, Pflegekräften und wohnortnahen Gesundheitsangeboten, während gleichzeitig Fachkräfte fehlen. Vor der Wahl wird deshalb darüber diskutiert, wie Krankenhäuser, ambulante Versorgung und Pflege im ländlichen Raum langfristig gesichert werden können. Auch der Paritätische Mecklenburg-Vorpommern nennt Fachkräftestrategie, Sozialplanung und den Abbau bürokratischer Hürden als zentrale Aufgaben für die nächste Legislaturperiode.

Ein spezielles Thema Mecklenburg-Vorpommerns bleibt die Energiepolitik und die Zukunft von Nord Stream. Der Krieg gegen die Ukraine hat die frühere energiepolitische Abhängigkeit von Russland zu einem besonders kontroversen Thema gemacht. Im Wahl-O-Mat zur Landtagswahl 2026 wird deshalb ausdrücklich gefragt, ob sich Mecklenburg-Vorpommern für eine Wiederinbetriebnahme der Nord-Stream-Pipeline einsetzen sollte. Gleichzeitig geht es um erneuerbare Energien, Netzausbau, Wasserstoff und bezahlbare Energie für Haushalte und Unternehmen.

Zusätzlich gewinnt die Frage nach Vertrauen in Politik und Demokratie an Gewicht. 2025 sagte fast jeder dritte Befragte, dass keine Partei die wichtigsten politischen Aufgaben lösen könne oder er dazu keine Meinung habe. Auch auf kommunaler Ebene zeigt sich ein raueres politisches Klima: In einer aktuellen Befragung berichteten vier von zehn Bürgermeistern in Mecklenburg-Vorpommern von Beleidigungen, Bedrohungen oder körperlichen Angriffen. Damit werden politische Polarisierung, Desinformation und die Frage nach der Handlungsfähigkeit demokratischer Institutionen ebenfalls zu Wahlkampfthemen.

Die Sitzverteilung im Landtag von MV
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Wie wird gewählt in Mecklenburg-Vorpommern?

Das Wahlsystem in Mecklenburg-Vorpommern verbindet Elemente der Direkt- und Verhältniswahl. Die Bürgerinnen und Bürger haben bei der Landtagswahl zwei Stimmen: Mit der Erststimme wählen sie eine Direktkandidatin oder einen Direktkandidaten in ihrem Wahlkreis. Mecklenburg-Vorpommern ist in 36 Wahlkreise eingeteilt, in denen jeweils eine Abgeordnete oder ein Abgeordneter direkt gewählt wird. Mit der Zweitstimme entscheiden sich die Wählerinnen und Wähler für eine Partei und deren Landesliste. Diese Stimme ist für die Sitzverteilung im Landtag entscheidend und bestimmt maßgeblich die politische Stärke der Parteien.

Der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern hat regulär 71 Sitze. In den Landtag ziehen Parteien ein, die mindestens fünf Prozent der gültigen Stimmen erreichen; eine Grundmandatsklausel wie in Sachsen-Anhalt gibt es in Mecklenburg-Vorpommern nicht. Die Sitze werden nach dem Hare/Niemeyer-Verfahren verteilt. Gewinnt eine Partei mehr Direktmandate, als ihr nach dem Zweitstimmenergebnis zustehen, entstehen Überhangmandate, die durch Ausgleichsmandate für andere Parteien kompensiert werden. Dadurch kann sich die Zahl der Abgeordneten über die regulären 71 Sitze hinaus erhöhen.

Wahlberechtigt sind deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger ab 16 Jahren, die am Wahltag seit mindestens 37 Tagen ihren Hauptwohnsitz in Mecklenburg-Vorpommern haben und nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen sind. Die Wahl findet am 20. September 2026 von 8 bis 18 Uhr statt; eine Teilnahme ist auch per Briefwahl möglich. Für die Landtagswahl 2026 sind 19 Parteien mit Landeslisten zugelassen. Angesichts der aktuellen politischen Kräfteverhältnisse kommt der Zweitstimme eine besondere Bedeutung zu: Sie entscheidet nicht nur über die Sitzverteilung, sondern auch darüber, welche Mehrheiten und Koalitionen nach der Wahl möglich sind. Parallel zur regulären Wahl werden auch U18- und Juniorwahlen angeboten, bei denen Kinder und Jugendliche ihre politischen Präferenzen erproben können.

Nachwort

Die Landtagswahl 2026 ist deine Chance, die Richtung für Mecklenburg-Vorpommern aktiv mitzuprägen. Demokratie lebt vom Mitmachen, vom Dialog und von deiner persönlichen Entscheidung. Nutze die verschiedenen Informationsangebote (wie beispielsweise den klassischen Wahl-O-Mat, NDR oder regionale Berichte), sprich mit Kandidierenden vor Ort, vergleiche die Programme und mache von deinem Wahlrecht Gebrauch. Denn eine starke Demokratie braucht informierte und engagierte Bürgerinnen und Bürger!

Autoren: Dr. Norbert Stute und Maximilian Stark, Datum: 26.08.26, Update: 11.09.26 lizenziert unter CC BY-SA 4.0

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Hier entsteht im Sommer 2026 ein umfangreicher überparteilicher Ratgeber zur Landtagswahl, entsprechende Demokratie Förderung (3.000 €) oder Unterstützung (4 Wochen) vorausgesetzt ;-)

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