Religionen

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➡️ Religion, Glaube & Spiritualität – ein Katalysator für Frieden?

Religion spielt seit Anbeginn der Menschheit eine bedeutende Rolle in Kultur und Gesellschaft. Sie prägt, wie wir die Welt um uns herum wahrnehmen, und hilft uns, grundlegende Werte zu entwickeln.

Für viele Menschen bietet Religion Gemeinschaft, Sinn und ein Gefühl der Zugehörigkeit. Da 86 % der Weltbevölkerung einer Form von Religion folgen, sind dieses Gemeinschaftsgefühl und der soziale Zusammenhalt der gemeinsame Nenner aller religiösen Gruppen.

„Meine Religion ist sehr einfach. Meine Religion ist Güte.“ Dalai Lama

Religionen können sehr unterschiedliche Formen annehmen: den Glauben an einen oder mehrere Götter, die Verehrung von Ahnen oder spirituellen Wesen sowie den Glauben an Kräfte oder Energien jenseits der materiellen Welt. Religion kann uns in dunklen Zeiten Hoffnung geben, helfen, zu verstehen, und uns Werte wie Freundlichkeit, Mitgefühl und Vergebung vermitteln.

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Entdecken Sie unsere umfassenden Leitfäden zu:

Die Rolle der Religion hat sich im Laufe der Jahre verändert. Einflussreiche Führungspersönlichkeiten vieler Glaubensrichtungen fordern von Politik und Regierungen positive Veränderungen. Der verstorbene Papst Franziskus etwa rief die Verantwortlichen dazu auf, Spaltungen zu überwinden und den Klimawandel dringend anzugehen.

Gleichzeitig verliert Religion für viele Menschen – insbesondere für jüngere Generationen – an Bedeutung. Weltweit nimmt der Einfluss der Religion ab, da die Zahl der Menschen ohne religiöse Zugehörigkeit steigt. In den USA gaben beispielsweise 43 % der 18- bis 29-Jährigen auf die Frage, welcher Religion sie angehören, die Antwort „keiner“.

Eine Fülle an englischsprachigen Infos bietet dir unsere Partnerseite Better World Info.

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Zeichen verschiedener Religionen
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Die großen Religionen der Welt

Unser Leitfaden zu den wichtigsten Religionen der Welt möchte das Verständnis für Ursprünge, Rituale, Glaubensvorstellungen und Traditionen der am weitesten verbreiteten Religionen fördern. Religiöse Bildung ist ein zentrales Instrument, um schädlichen Stereotypen vorzubeugen. Sie ermöglicht es uns außerdem, grundlegende Lebensfragen zu stellen, unseren Platz in der Welt zu reflektieren sowie unsere eigene Spiritualität und Moral zu erforschen.

  • Das Christentum ist derzeit mit rund 2,3 Milliarden Gläubigen die größte Religionsgemeinschaft der Welt. Es ist die vorherrschende Religion in Europa, auf dem gesamten amerikanischen Kontinent, in großen Teilen Subsahara-Afrikas, in Russland und in Australien.

    Wir beleuchten die Vielfalt der christlichen Kirchen, darunter die katholische, protestantische und orthodoxe Kirche. Zudem finden Sie aufschlussreiche Ressourcen über den verstorbenen Papst Franziskus, den Vatikan, verschiedene christliche Organisationen und den christlichen Pazifismus.

  • Der Islam ist die zweitgrößte und zugleich am schnellsten wachsende Religionsgemeinschaft. Zwischen 2015 und 2060 wird die weltweite muslimische Bevölkerung voraussichtlich um 70 % wachsen.

    Entdecken Sie umfassende Leitfäden zum Koran, islamische Perspektiven auf Frieden, die Rolle der Frau im Islam, Organisationen, heilige Stätten, den Ramadan, die Pilgerfahrt Hadsch sowie das zunehmende Problem der Islamfeindlichkeit.

  • Der Hinduismus bildet die nächstgrößte Religionsgemeinschaft und wird vor allem in Indien und Nepal praktiziert. Hinduistische Rituale und Zeremonien streben nach universeller Harmonie und Frieden. Vegetarismus ist unter Gläubigen weit verbreitet.

    Ein zentrales Prinzip ist das Gesetz des Karma, nach dem der Mensch für seine Handlungen und Taten verantwortlich ist. Die Götter und Göttinnen des Hinduismus werden als Gottheiten bezeichnet – ihre Zahl wird je nach Überlieferung auf zwischen 33 und 330 Millionen geschätzt.

  • Buddhisten hingegen erkennen keine Götter oder Gottheiten an. Stattdessen konzentrieren sie sich auf das individuelle Erreichen der Erleuchtung – einen Zustand inneren Friedens und tiefer Weisheit. Die Länder mit den größten buddhistischen Bevölkerungen sind China, Thailand, Japan und Myanmar.

    Entdecken Sie hochwertige Ressourcen zu den Lehren des Buddhismus, buddhistischen Führungspersönlichkeiten, spirituellen Zentren, Achtsamkeit sowie zur buddhistischen Sicht auf Konsum und Materialismus.

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Das Recht auf Religionsfreiheit

Religionsfreiheit ist ein grundlegendes Menschenrecht, das durch zahlreiche internationale Abkommen und Verträge geschützt wird. Sie bedeutet, dass jeder Mensch das Recht hat, seine Religion offen auszuüben, ohne diskriminiert oder verfolgt zu werden.

Trotz dieser Schutzmechanismen ist die Religionsfreiheit weltweit zunehmend bedroht, und die Verfolgung aus religiösen Gründen hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Als zentraler Bestandteil eines friedlichen Zusammenlebens darf die Bedeutung dieses Rechts nicht unterschätzt werden.

Religiöse Minderheiten wie die Uiguren in China, Muslime in Indien und die muslimischen Rohingya in Myanmar sind täglich Bedrohungen ihres Lebens, Zwangsarbeit und der Unterdrückung ihrer religiösen Praktiken ausgesetzt. Diese Gruppen werden gezielt verfolgt und aus ihren Heimatregionen vertrieben. Allein aus Myanmar sind beispielsweise rund 960.000 Rohingya geflohen, die heute größtenteils unter prekären Bedingungen in Flüchtlingslagern in Bangladesch leben.

Angriffe auf Gebets- und Gotteshäuser haben weltweit zugenommen. Gleichzeitig häufen sich Fälle von Islamfeindlichkeit in den USA und Europa, darunter auch in Frankreich, wo muslimischen Frauen und Mädchen das Tragen des Hijabs verboten wurde. Zudem bieten wir einen umfassenden Leitfaden zu den Mahsa-Amini-Protesten im Iran, die nach ihrer Festnahme durch die Sittenpolizei wegen eines angeblichen Verstoßes gegen das obligatorische Hijab-Gesetz zu landesweiten Unruhen führten. Mahsa Amini wurde dabei schwer misshandelt und verstarb später in Polizeigewahrsam.

Auch antisemitische Vorfälle nehmen weiter zu. Dazu zählen Belästigungen, tödliche Angriffe und die Schändung jüdischer Einrichtungen. Seit Beginn des Israel-Gaza-Krieges im Oktober 2023 meldete die Anti-Defamation League einen Anstieg antisemitischer Vorfälle um nahezu 400 %.

Religiöse Toleranz, interreligiöser Dialog sowie Bildung und gegenseitiges Verständnis sind entscheidend für eine Welt, in der alle Menschen ihr Recht auf Religionsfreiheit ausüben können. Die Ansichten anderer Religionen anzuerkennen, ohne sie zu bewerten oder zu verurteilen, ist ein wichtiger Schritt hin zu Frieden und Harmonie zwischen unterschiedlichen Kulturen und Glaubensrichtungen. Dabei geht es nicht darum, den eigenen Glauben aufzugeben, sondern ein Klima des Respekts und der gegenseitigen Anerkennung zu schaffen, das ein friedliches Zusammenleben ermöglicht.

Lesen eines religiösen Buches
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Das Verhältnis zwischen Religion und Staat

Staatsreligionen existieren dort, wo souveräne Staaten offiziell eine bestimmte Religion anerkennen. Beispiele hierfür finden sich im Nahen Osten, wo viele Länder den Islam als Staatsreligion führen. Weitere Beispiele sind der Buddhismus in Kambodscha und Myanmar, der Katholizismus in Spanien und vielen lateinamerikanischen Staaten sowie die anglikanische Kirche in England.

Das Verhältnis zwischen Religion und Staat ist komplex. In vielen Ländern hat Religion einen erheblichen Einfluss auf das politische und gesellschaftliche Leben, während in anderen eine strikte Trennung von Kirche und Staat gilt. Dieses Verhältnis wirkt sich meist direkt auf die Religionsfreiheit aus, da religiöse Einschränkungen den Alltag aller Bürgerinnen und Bürger beeinflussen – unabhängig von ihren persönlichen Überzeugungen.

Sind Religion und Staat eng miteinander verflochten, beeinflusst dies politische Entscheidungen in Bereichen wie Menschenrechte, Bildung, Gesundheitswesen, Frauenrechte und Umweltschutz. Das aktive Engagement des Papstes für den Klimaschutz war beispielsweise ein wichtiger Impuls für politische Entscheidungsträger, ihre Umweltverpflichtungen zu verstärken.

Gleichzeitig gibt es zahlreiche Fälle, in denen diese Verbindung zur Einschränkung von Rechten, zum Abbau von Freiheiten, zur Ausgrenzung marginalisierter Gruppen und sogar zur Gefährdung demokratischer Strukturen geführt hat. Die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA, Roe v. Wade aufzuheben, entzog Frauen in den Vereinigten Staaten das verfassungsmäßige Recht auf Abtreibung. Religiöse Überzeugungen spielten dabei eine zentrale Rolle in der Urteilsfindung und beeinflussen nun das Leben von Frauen im ganzen Land.

Theokratien entstehen, wenn ein Staat direkt von einer religiösen Autorität regiert wird. In solchen Systemen beruhen Gesetze und politische Entscheidungen auf der Auslegung religiöser Schriften. Islamische Republiken wie Iran, Saudi-Arabien und Pakistan unterliegen dem islamischen Recht. Die Machtübernahme der Taliban in Afghanistan im Jahr 2021 stürzte das Land in eine tiefe Krise: Frauenrechte wurden massiv eingeschränkt, und strenge Regeln betrafen Bildung, Arbeit, Bewegungsfreiheit, äußeres Erscheinungsbild, Kleidung sowie sogar den Zugang zu Unterhaltung.

Frau meditiert
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Spiritualität leben – innerer Frieden & persönliches Wachstum

Spiritualität ist zutiefst persönlich und kann viele Formen annehmen. Sie hilft dabei, inneren Frieden zu finden und Raum für Selbstreflexion und persönliche Entwicklung zu schaffen – auch ohne Zugehörigkeit zu einer bestimmten Religionsgemeinschaft. In den USA bezeichnen sich rund 70 % der Erwachsenen als in irgendeiner Form spirituell.

Die Verbindung zu einem höheren Sinn kann helfen, dem Leben Bedeutung zu verleihen, die Abhängigkeit von materiellen Dingen zu verringern und die psychische Gesundheit zu stärken. Spiritualität geht häufig mit positiven Emotionen wie Mitgefühl, Empathie und Offenheit einher.

Gefördert werden kann Spiritualität durch Praktiken wie Meditation, Gebet und Yoga, aber auch durch die Begegnung mit Natur, Kunst und Musik. Kulturelle Ereignisse wie der Día de los Muertos in Mexiko sind stark spirituell geprägt. Dieser Tag dient dem Gedenken an verstorbene Angehörige und hält ihre Erinnerung lebendig. Entdecken Sie weitere Informationen zu Gurus, Sekten, spirituellen Organisationen und mehr.

Alter Mann in Natur betet
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Die wachsende Popularität des Atheismus

Atheismus bezeichnet den fehlenden Glauben an einen Gott oder eine höhere Macht. Diese Weltanschauung wird häufig missverstanden und fälschlicherweise als nihilistisch oder unmoralisch dargestellt. Tatsächlich basiert Atheismus auf Vernunft und Wissenschaft und fördert eine positive, optimistische Sichtweise sowie die Freiheit des Denkens und der Meinungsäußerung.

Atheismus ist besonders in Europa verbreitet und gewinnt weiter an Bedeutung. In der Tschechischen Republik bezeichnen sich rund 25 % der Erwachsenen als atheistisch, ähnliche Zahlen finden sich in benachbarten Ländern. Viele Menschen geben eher an, nicht an Gott zu glauben, als sich explizit als Atheisten zu bezeichnen, da sie dennoch an eine Form höherer Macht glauben oder sich als spirituell verstehen. In Schweden, Belgien und den Niederlanden glaubt inzwischen mehr als die Hälfte der Bevölkerung nicht an Gott.

Die wachsende Beliebtheit des Atheismus hat verschiedene Ursachen. Menschen werden offener und neugieriger, möchten ihre Lebensentwürfe selbst bestimmen und verlassen sich nicht auf Gott, um ein erfülltes und sinnvolles Leben zu führen. Auch die Rolle der Religion als Auslöser von Konflikten trägt dazu bei, dass sich viele vom Glauben abwenden.

Schätzungen zufolge machten religiöse Konflikte zwischen 1950 und 1996 rund 33–47 % aller Kriege aus. In einigen Teilen der Welt ist es zudem gefährlich, sich öffentlich als Atheist zu bekennen. In 13 Ländern werden Religionskritik und Blasphemie mit der Todesstrafe geahndet.

Guru
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Religiöse Führungspersönlichkeiten, die Wandel inspirieren

Mit ihren enormen Anhängerschaften haben religiöse Führungspersönlichkeiten das Potenzial, positiven Einfluss auf Millionen von Menschen auszuüben. Wir stellen inspirierende Persönlichkeiten aus verschiedenen Glaubensrichtungen vor, die sich für ein gemeinsames Handeln bei globalen Herausforderungen wie Klimawandel, Frieden, Menschenrechten, sozialer Gerechtigkeit und Umweltschutz einsetzen.

Entdecken Sie den Einfluss bedeutender religiöser Führungspersönlichkeiten, die dazu beigetragen haben, mehr Frieden, Stabilität und Toleranz in unsere Welt zu bringen. Zu diesen Vorbildern zählen der römisch-katholische Priester Bruce Kent, der sich mit der Campaign for Nuclear Disarmament (CND) für nukleare Abrüstung einsetzte, der vietnamesische buddhistische Mönch und Friedensaktivist Thích Nhất Hạnh sowie – nicht zuletzt – der Dalai Lama, dessen gewaltfreier Widerstand gegen die Besetzung Tibets international große Anerkennung gefunden hat.

Religiöse Symbole
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Religion & Spiritualität für eine Bessere Welt

In einer Welt, die von Vielfalt, aber auch von Konflikten geprägt ist, ist es wichtiger denn je, sich mit unterschiedlichen Religionen und Glaubensvorstellungen auseinanderzusetzen. Religiöses Wissen sowie Toleranz helfen dabei, Vorurteile und Stereotype zu vermeiden, die auf Unwissenheit oder Fehlinformationen beruhen. Eine offene Haltung und die Bereitschaft, andere Perspektiven zu verstehen, fördern Einheit, Zusammenarbeit und ein friedliches Zusammenleben.

Wir sind überzeugt, dass Religion eine kraftvolle Quelle des Guten sein kann – sie stärkt Gemeinschaften und fördert den Fortschritt der Menschheit. Frieden, Gewaltlosigkeit und Versöhnung stehen im Zentrum aller Religionen, ebenso wie Werte wie Vergebung und Selbstlosigkeit.

„Ob man an eine Religion glaubt oder nicht und ob man an Wiedergeburt glaubt oder nicht – es gibt niemanden, der Güte und Mitgefühl nicht zu schätzen weiß.“ — Dalai Lama

Bessere Welt Info ist eine offene Plattform. Wir laden Experten, NGOs, Aktivisten und Kampagnenorganisationen ein, ihr Wissen und ihre besten Ressourcen mit uns zu teilen. Unsere Plattform wächst kontinuierlich weiter und versteht sich als fortlaufendes Projekt mit dem Ziel, verlässliche, kritische und investigative Inhalte bereitzustellen – für eine informierte, wissbegierige und neugierige Welt.

Autorin: Rachael Mellor, 11.01.24 (Update: 29.04.25), Übersetzung: Maximilian Stark, 14.01.26, lizensiert unter CC BY-SA 4.0

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Aktuelle Themen

Ein Adventskranz
Jonathunder | Wikimedia - CC BY-SA 3.0

Advent & Weihnachten

Am 30. November beginnt der Advent und am 24. Dezember erreicht die Adventszeit mit Weihnachten ihren Höhepunkt. Für manche ist es die Feier über die Ankunft Jesu Christi, andere freuen sich auf Geschenke. Doch alle verbindet wohl die Vorfreude auf eine besinnliche Zeit mit der Familie. Leider bescheren uns die Krisen in Deutschland sowie die Kriege in der Ukraine und Gaza dieses Jahr ein anderes Weihnachtsfest. Das mag erstmal frustrieren, kann aber auch Chance sein, sich fernab von Konsum und Geschenken wieder auf Wesentliches zu konzentrieren.

Advent & Weihnachten
Der Papst Leo XIV bei seiner Antrittsrede im Vatikan
Flickr | Catholic Church England and Wales - CC BY-NC-ND 2.0

Papst Leo XIV

In Rom ist Kardinal Robert Francis Prevost zum neuen Papst gewählt worden. Unter dem Namen Leo XIV. tritt der 69-jährige US-Amerikaner die Nachfolge von Papst Franziskus an. Er gilt als moderater Reformer, der sich für soziale Gerechtigkeit, Klimaschutz und einen offenen Dialog innerhalb der Kirche einsetzt. Auch hatte er sich in der Vergangenheit für die Rechte von Geflüchteten und die Black Lives Matter Bewegung ausgesprochen - die aktuelle US-Regierung unter Trump hatte er hingegen mehrmals öffentlich kritisiert.

Papst Leo XIV

Chanukka

Vom 14. bis 22. Dezember wird in 2025 das jüdische Chanukka oder Lichterfest gefeiert. Es findet zum Gedenken der Wiedereinweihung des zweiten Tempels in Jerusalem im Jahr 169 v. Chr. statt. Man feiert üblicherweise mit Freunden und der Familie und beschenkt sich. Es gibt traditionelle Gerichte der jüdischen Küche wie Sufganiyot oder Latkes. Am Chanukka-Leuchter wird jeden Abend eine weitere Kerze entzündet bis am achten Tag alle Kerzen brennen. Chag Chanukka Sameach!

Chanukka

Der Islam

Der Islam wurde im 7. Jahrhundert von dem Mekkaner Mohammed gegründet. Die monotheistische Religion beizieht seine Lehren und Überzeugungen aus dem Koran, der heiligen Schrift des Islam. Gläubige, Muslime genannt, betrachten Mohammed als Boten Allahs. Mit 1,8 Milliarden Mitgliedern ist es die zweitgrößte Weltreligion nach dem Christentum.

Der Islam
Der Papst Franziskus im Portrait
Flickr | Catholic Church England and Wales

Papst Franziskus - ein Nachruf

Wir blicken zurück auf das inspirierende Vermächtnis von Papst Franziskus (1936-2025), dem Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche. Sein Eintreten für Menschenrechte und Reformen wurde bewundert. Der Papst stimmte der Segnung gleichgeschlechtlicher Paare zu, setzte sich für die Gleichstellung der Geschlechter in der Kirche ein und forderte ein Ende der Finanzsysteme, die Armut fördern. Er ermutigte zur Unterstützung von Migranten, drängte die Staats- und Regierungschefs, sich für Klimaschutz und SDGs einzusetzen, und spielte eine Schlüsselrolle für Frieden, Umweltschutz und Inklusion.

Papst Franziskus - ein Nachruf
Muslime sitzend in einer Moschee
Omar Chatriwala | flickr - CC BY-NC-ND 2.0

Ramadan 2026, 18. Februar - 20. März

Ramadan ist der neunte Monat des islamischen Kalenders und eine besondere Zeit der Besinnung und des Fastens für Muslime weltweit. Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang verzichten Gläubige auf Essen und Trinken, um sich spirituell zu reinigen und Mitgefühl mit den Bedürftigen zu zeigen. Diese Praxis stärkt nicht nur die Selbstdisziplin, sondern fördert auch das Gemeinschaftsgefühl. Abends, beim Iftar, endet das Fasten mit einem gemeinsamen Mahl, das oft mit Datteln und Wasser beginnt. Ramadan ist mehr als nur Verzicht; es ist eine Zeit der inneren Einkehr, des Gebets und der Nächstenliebe. Bessere Welt Info wünscht allen Muslimen "Ramadan Mubarak".

Ramadan 2026, 18. Februar - 20. März
christliches Fasten
Jasi - KI generiert

Fastenzeit

Die christliche Fastenzeit beginnt am Aschermittwoch, dem 18. Februar 2026. Sie dauert 40 Tage und endet an Ostersonntag am 5. April. In dieser Zeit verzichten viele Christen bewusst auf bestimmte Lebensmittel oder Gewohnheiten, um sich auf das Wesentliche zu besinnen. Das Fasten dient der inneren Reinigung, der Stärkung des Glaubens und der Vorbereitung auf das Osterfest. Zudem soll es helfen, sich mit dem Leiden und der Auferstehung Jesu Christi auseinanderzusetzen. Viele nutzen diese Zeit auch für Gebet, Nächstenliebe und bewussteren Konsum, um ihre Verbindung zu Gott zu vertiefen.

Fastenzeit
Buddha Statue
jasmin | flickr - CC BY-NC 2.0

Buddhismus

Die Buddhisten berufen sich auf die Lehren von Siddhartha Gautama. Er wird als "historischer Buddha" bezeichnet und lebte im fünften oder sechsten Jahrhundert v.Chr. Die Glaubensgrundsätze beziehen sich größtenteils auf umfangreiche philosophisch-logische Überlegungen und bezieht sich nicht auf eine göttliche Schrift. Weltweit gibt es zwischen 230 und 500 Millionen Buddhisten; es ist damit die viertgrößte Weltreligion.

Buddhismus
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Religionsfreiheit

Ein grundlegendes Menschenrecht ist die Freiheit, seinen Glauben ohne staatlichen Einfluss zu praktizieren. Theoretisch ist jede Religion oder Weltanschauung grundsätzlich erlaubt und man kann frei entscheiden woran man glaubt. Praktisch sind Menschen in vielen Ländern leider immer noch Verfolgung und Unterdrückung ausgesetzt, wenn sie ihren Glauben frei auszuüben wollen.

Religionsfreiheit

Empfohlene Inhalte

Organisation des Monats

Keshet Deutschland

Hinter der Initiative stehen junge Juden, die für einen offenen Umgang und Toleranz gegenüber LGBTQI*-Themen innerhalb der jüdischen Gemeinde in Deutschland werben. Zu oft noch stellt ein offenes queeres Leben ein Tabu in der religiösen Gemeinschaft dar. Keshet versucht mit Veranstaltungen und Seminaren, Verständnis zu schaffen und sieht sich auch als sicheren Anlaufpunkt für junge Juden, die ihre Sexualität hinterfragen oder einen Schutzraum brauchen.

Held des Monats

Lothar König

Der evangelische Pfarrer organisierte in der DDR Montagsdemos und war bis 2019 Leiter der jungen Gemeinde in Jena. Er engagiert sich aktiv gegen Neonazi-Strukturen in Ostdeutschland und warnte früh vor dem Rechtsterrorismus in Jena. Für seinen Aktivismus gegen eine Nazi-Demo in Dresden wurde er wegen Landfriedensbruch angezeigt, das Verfahren wurde später eingestellt. König setzt sich auch für Geflüchtete ein, gewährte Betroffenen Kirchenasyl in seiner Gemeinde.

Blog des Monats

Berliner Forum der Religionen

Im Berliner Forum der Religionen arbeiten Menschen aus über 100 Religionsgemeinschaften, religionsübergreifenden Zusammenschlüssen und spirituellen Gruppen seit März 2014 zusammen. Ganz im Sinne von Respekt und Dialog finden sich auf dem Blog verschiedenste Ankündigungen und Beiträge der verschiedenen Glaubensrichtungen vereint. Der Austausch zwischen den religiösen Gruppen und der Zivilgesellschaft steht im Vordergrund, um ein friedliches Miteinander zu schaffen.