Karl-Heinz Hinrichs / EVAL Gründer (Österreich)

Karl-Heinz Hinrichs, Gründer von EVAL - Ein Mann mit grauem Haar im Sonnenlicht
Karl-Heinz Hinrichs

Hintergrund-Informationen über den ➡️ EVAL-Gründer Dipl.-Ing. Karl-Heinz Hinrichs

Als ich 1942 geboren wurde, begann mein Leben im Juli 1943 mit Bombenangriffen der britischen Luftwaffe auf Hamburg-Harburg. So wurde ich auf dieser Welt in Bunkern mit Terror, Tränen, Elend und Tod begrüßt. Mein Elternhaus bekam einen Bomben-Volltreffer, und so lebten wir eine Zeit im Freien, bis meine Familie dann auf das Land evakuiert wurde.

Die Nachkriegszeit ab Mai 1945 war eine schwere Belastung der Familie und ein jahrelanger, täglicher Kampf ums Überleben. Heute unvorstellbare schwerste Kinderarbeit musste verrichtet werden, die mich aber gestählt und das Durchhalten gelehrt hat, was im späteren Leben wichtig war.

Schon in der Jugend habe ich mich für soziale Gerechtigkeit und Hilfe für die Armen und Hilflosen eingesetzt und den von Hans Hoffmann in Hamburg-Bramfeld gegründeten „Schwimmgürtel“ als Jugendführer aktiv unterstützt.

Als junger, politisch interessierter Mann habe ich mich immer wieder gefragt, wie unglaubliche Menschenmassen einem brutalen Nazi-Diktator bedingungslos folgen konnten, der eigentlich nur Thesen, Parolen und Aggressionen zu bieten hatte. Als wir dann 1962 in der Kubakrise der totalen Vernichtung um Haaresbreite entkommen waren, habe ich mich entschlossen, das EVAL-INFO-SYSTEM (EIS)- Grundlagen schrittweise aufzubauen und Dokumente, sehr häufig vom SPIEGEL, durchzuarbeiten, später dann zu scannen und zu archivieren. Mit Hilfe dieser Datensammlung war es von Anfang an meine Absicht, die leicht beeinflussbare und manipulierbare Bevölkerung mit Sachinformationen versuchen aufzuklären.

Mit politischen Spannungen und Gefahren ging mein Leben in West-Berlin weiter, wo ich Fernmeldetechnik studierte. Insgesamt 17 Jahre wohnte und arbeitete ich in der eingekesselten Stadt und lernte dadurch auch die DDR-Diktatur von innen kennen. So erlebte ich bewusst und unmittelbar vor Ort den gefährlichen Kalten Krieg.

Nach dem Studium der Fernmeldetechnik in West-Berlin war ich die längste Zeit meines beruflichen Lebens international selbständig, besonders engagiert auf dem Gebiet der alternativen Energietechnik mit mehreren eigenen Patenten.

1979 ging ich als selbständiger Projektleiter in den Irak und geriet nach kurzer, erfolgreicher Tätigkeit in der Universität Mosul/Nord-Irak in den brutalen Krieg Iran-Irak, den ich mit viel Glück überlebte. Siehe: Leben mit Inschallah-10 Jahre Arabien-Krieg Iran-Irak. Unter gefährlichsten Bedingungen musste ich immer wieder in den Irak reisen, aber auch in andere arabische Länder. Als ich dann im 2. Kuwait-Krieg die brennenden Ölfelder sah, entschloss ich mich, den Nahen Osten nicht mehr aufzusuchen.

Viele Lebensabschnitte waren von Krieg, Nachkriegszeit, Terror und Spannungen geprägt. Was mich tief traurig macht: die schrittweise Rückkehr zum Kalten Krieg; ein heißer läuft bereits wieder am Rande Europas in der Ukraine. Alle Seiten rüsten wieder auf, als wenn es nichts Wichtigeres gäbe. Der Klimawandel wird mit seinen dramatischen Folgen zu einem weiteren weltweiten Kriegsproblem.

Keinesfalls möchte ich die Menschen „bevormunden“ oder „belehren“, sondern sie mit insbesondere aufrüttelnden Kurz-Videos und EVALuierungen über die umwelt-, gesellschafts- und friedensgefährdenden Entwicklungen informieren. Mit Grauen denke ich daran, was auf die Kinder dieser Welt zukommen könnte und wie wir möglicherweise in einen allerletzten Krieg hineintaumeln.

Als Dank, dass ich alle Kriege gesund überleben konnte und seit 1986- nach vielen Reisen durch die Welt- in dem wunderschönen Land Österreich leben darf, möchte ich versuchen, mit dem Aufbau der EVAL- Bewegung (seit 2000) Spannungen in der Gesellschaft, insbesondere mit Dialogen, Diskussionen, Tagungen, Vorträgen, Sachinformationen und EVALuierungen, abzubauen.

Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass basisdemokratische Bewegungen gesellschaftliche Fehlentwicklungen korrigieren können, gemeinsam sind wir stark.

Was mich unendlich glücklich macht: aus einem weinenden Kindergesicht ein lachendes zu machen und aus einer verzweifelten Mutter eine hoffende.

Mein Lebenstraum:

Die Menschen befinden sich erschreckend oft in ihren Netzwerken in einer Meinungsblase und Echokammer und glauben mit dem sich daraus ergebenden Tunnelblick die letzte Wahrheit gefunden zu haben. Die eigene Meinung wird dann häufig mit allen Mitteln verteidigt, notfalls auch mit Gewalt und Waffen.

Den Rest meiner Tage träume ich davon, dass es im Rahmen des EVAL-PARLAMENTS (in der Regel Online) gelingt, faire, sachliche, zivilisierte und spannungsreduzierende Dialoge, insbesondere bei völlig konträren Positionen, zu organisieren. Oder anders formuliert: Eine mediale Zeitenwende des politischen Dialogs einzuleiten.

Dafür wurden Wichtige Grundsätze bei EVAL-PARLAMENTS-Dialogen formuliert.

BERUFLICHER LEBENSLAUF

Autor: EVAL-Gründer Dipl.-Ing. Karl-Heinz Hinrichs, Stand 19.01.26