Maria & Matthias Reichl (Österreich)

Das Ehepaar Maria und Matthias Reichl auf einer Veranstaltung
Begegnungszentrum für aktive Gewaltlosigkeit

➡️  Begegnungszentrum für aktive Gewaltlosigkeit - Die Reichls als österreichische Pioniere der Friedensarbeit

Das Begegnungszentrum für aktive Gewaltlosigkeit wurde 1980 gegründet. Der Verein setzt sich seit 44 Jahren ehrenamtlich für Frieden und gewaltfreie Protestformen ein. Getragen wird die Arbeit vom Ehepaar Maria & Matthias Reichl, die bereits bei der Organisation der Weltfriedensfeier in Salzburg 1968 aktiv waren. Kennengelernt hatten sich die belgische Studentin und der österreichische Verwaltungsangestellte 1966 in Belgien. Gemeinsam waren sie im Salzburger Jugend-Ökumenekreis aktiv. 

Seit 1976 haben sie ihr Haus im österreichischen Bad Ischl bei Salzburg zudem als Treffpunkt für Begegnungen, Seminare und Friedensveranstaltungen etabliert, um eine lebendige Gemeinschaft von Menschen aufzubauen, die sich für Gewaltlosigkeit und soziale Veränderung engagieren. Durch die Schaffung von Netzwerken, Austausch-Plattformen und gemeinsamen Aktivitäten wird eine unterstützende Umgebung geschaffen, in der Menschen zusammenkommen, um gemeinsam für eine friedlichere Welt zu arbeiten. 

So trägt das Zentrum durch Bildungsprogramme, Öffentlichkeitsarbeit und Kampagnen auch dazu bei, das Bewusstsein und Verständnis für die Bedeutung von Gewaltlosigkeit und Konfliktlösung in der Gesellschaft zu schärfen. Es strebt danach, eine Kultur des Friedens, der Gewaltlosigkeit und der sozialen Gerechtigkeit zu fördern, um eine Welt zu schaffen, in der alle Menschen in Frieden und Harmonie miteinander leben können.

 

Eine Veranstaltung im Begegnungszentrum für aktive Gewaltlosigkeit
Begegnungszentrum für aktive Gewaltlosigkeit

Ehrenamtlich für Frieden, soziale Gerechtigkeit und Menschenrechte

Maria organisierte mehrere Seminare zu aktiver Gewaltlosigkeit und engagierte sich bei Communicare, ein Projekt der Frauenberatungsstelle Bad Ischl zum besseren Verständnis von Sprache und Kultur. Neben Vernetzungsarbeit vor Ort ist das Ehepaar auch immer wieder an lokalen und internationalen gewaltfreien Protestaktionen und Kongressen in ganz Europa beteiligt. 

Die Arbeitsschwerpunkte des Vereins erstrecken sich dabei über Kampagnen gegen Militarisierung, die neoliberale Globalisierung, Atomkraft oder Rassismus, aber auch Themen wie soziale Ungleichheit, Tierschutz, Menschenrechte oder gewaltfreie Konfliktlösungen für Schulen werden behandelt. 

Eines der Hauptziele des Begegnungszentrums ist es, die Prinzipien der Gewaltlosigkeit in der Gesellschaft zu verbreiten und Menschen dabei zu unterstützen, Konflikte auf friedliche Weise zu lösen. Durch die Organisation von Trainings, Workshops und Veranstaltungen strebt das Zentrum danach, Menschen mit den notwendigen Fähigkeiten und Werkzeugen auszustatten, um Konflikte konstruktiv anzugehen und zu lösen.

 

Die Reichls und mehrere Unterstützer des Begegnungszentrum für aktive Gewaltlosigkeit
Begegnungszentrum für aktive Gewaltlosigkeit

Die Reichls aktiv unterstützen!

Seit 21 Jahren betreiben die Reichls dafür die monatliche Radiosendung Begegnungswege über das Freie Radio Salzkammergut, die kritische Weltnachrichten mit Musik verknüpft. Im Rahmen des Projektes „Radiodialoge – Stimmen der Vielfalt“ haben die beiden 2008 ein eigenes Heimstudio zur Sendungsproduktion aufgebaut.

„Wir möchten Unterdrücktes bzw. nicht Beachtetes unter die Leute bringen, die Menschen fallweise damit provozieren und mit Weltmusik wieder aufmuntern.“  - Matthias und Maria Reichl

Auch ein regelmäßiger Rundbrief ist Teil ihrer friedens-politischen Arbeit. Auf ihrer Webseite finden sich umfassende Medien, Veranstaltungstipps und Buchempfehlungen zu sozial- und friedenspolitischen Themen. 

Ein weiteres wichtiges Ziel des Zentrums ist damit auch, Empathie, Verständnis und Mitgefühl in der Gesellschaft zu fördern. Es werden Bildungsinitiativen und Sensibilisierungsmaßnahmen durchgeführt, um Vorurteile abzubauen und ein respektvolles und solidarisches Miteinander zu fördern.

Derzeit sind die Reichls auf personelle und finanzielle Unterstützung angewiesen. Ende 2023 stürzte Matthias schwer und war monatelang geh- und arbeitsunfähig. Maria war in dieser Zeit intensiv in die Pflege eingebunden. Dies behinderte die Friedensarbeit des Vereins erheblich. Für weitere pflegerische Maßnahmen werden nun Hilfe und Gelder benötigt, damit das Ehepaar diese schwere Zeit meistern und ihre Friedensarbeit fortsetzen kann. 

Aktuell wird daher versucht, die wertvolle Sammlung von 10.000 Büchern aufzulösen, um Platz im Haus zu schaffen, eine geeignete Friedensbibliothek zu finden oder die Bücher notfalls zu verkaufen. Näheres im Rundbrief 181. Aber auch sonstige finanzielle Unterstützung ist willkommen – ebenso wie Menschen, die sich vorstellen können, die wichtige Arbeit des Vereins mitzutragen und Projekte fortzuführen. Bitte unterstützt diese wichtige Arbeit und die Reichls, die diese bislang gemeinnützig vorangetrieben haben! - Kontakt: maria [dot] reichl [at] gmx [dot] at (maria[dot]reichl[at]gmx[dot]at)

Autor: Maximilian Stark, Datum 04.05.24

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