— Session: Strengthening European Media and the Public Sphere /// Speaker: Norbert Himmler, Eli Pariser, Jean-Paul Philippot, Catherine Tait, Jana Pareigis — Die re:publica findet vom 27. bis 29. Mai 2024 in der STATION Berlin statt. Das Festival für die digitale Gesellschaft steht in diesem Jahr unter dem Motto „Who cares?“. Berlin, 27.05.2024
Wiki | re:publica 2024 - CC BY-SA 2.0

re:publica Vienna

Treffpunkt für Aktivismus, Wissenschaft, Medien und Politik. Diskutiere mit Expert*innen über die Zukunft unserer digitalen Gesellschaft in Wien.

— Session: Strengthening European Media and the Public Sphere /// Speaker: Norbert Himmler, Eli Pariser, Jean-Paul Philippot, Catherine Tait, Jana Pareigis — Die re:publica findet vom 27. bis 29. Mai 2024 in der STATION Berlin statt. Das Festival für die digitale Gesellschaft steht in diesem Jahr unter dem Motto „Who cares?“. Berlin, 27.05.2024
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re:publica Vienna – Plattform für digitalen Diskurs und gesellschaftliche Vernetzung

Entstehung & Zielsetzung

Die re:publica Vienna erweitert das seit 2007 in Berlin etablierte Veranstaltungsformat erstmals um einen eigenen österreichischen Ableger. Die re GmbH bringt das Format gemeinsam mit dem Momentum Institut und dessen Magazin MOMENT.at nach Wien. Ziel ist es, eine regelmäßige Plattform für den deutschsprachigen Raum zu schaffen, die Wissenschaft, Netzpolitik, Medien, Aktivismus und Kultur miteinander verbindet und dabei eine explizit progressive, demokratische und digitale Perspektive einnimmt. Die re Vienna versteht sich damit nicht nur als Konferenz, sondern als Ort des Austauschs über gesellschaftliche Entwicklungen und die politischen, sozialen und kulturellen Auswirkungen der Digitalisierung.

Gleichzeitig soll die Veranstaltung die Vernetzung über Österreich hinaus stärken. Neben der österreichischen Community richtet sich das Festival auch an Teilnehmer aus Deutschland und der CEE-Region (Central and Eastern Europe). Wien soll dadurch als internationaler Knotenpunkt für digitale und gesellschaftspolitische Debatten positioniert werden. Im Mittelpunkt steht die Verbindung unterschiedlicher Communities und Perspektiven, um gemeinsame Fragen rund um Demokratie, Digitalisierung, Medien und gesellschaftlichen Wandel zu diskutieren und neue Kooperationen anzustoßen.

Inhalts- & Schwerpunktthemen

Inhaltlich beschäftigt sich die re:publica Vienna insbesondere mit den politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen der digitalen Transformation. Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf Plattformpolitik und Regulierung: Welche Regeln braucht der digitale Raum, wie wirken sich etwa der AI Act oder der Digital Services Act auf Gesellschaft und Wirtschaft aus und wie können Bürger auch online wirksam geschützt werden? Daneben spielen Medien und Öffentlichkeit eine wichtige Rolle. Themen wie Desinformation, Hass im Netz, die Zukunft des unabhängigen Journalismus und die ökonomischen Strukturen sozialer Medien stehen dabei im Zentrum der Diskussion.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Verbindung von sozialer Gerechtigkeit und Digitalisierung. Dabei wird Digitalisierung nicht isoliert als technologische Entwicklung betrachtet, sondern in Zusammenhang mit gesellschaftlichen Fragen wie Armut, Klimakrise, Inklusion und digitalem Anti-Rassismus gesetzt. Die re Vienna schafft damit einen interdisziplinären Raum, in dem technologische Entwicklungen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen, politischen und wissenschaftlichen Perspektiven betrachtet und kritisch diskutiert werden.

Programm & Format

Das Programm der re:publica Vienna in der Brotfabrik Wien verbindet unterschiedliche Veranstaltungsformate. Neben klassischen Keynotes und Podiumsdiskussionen gehören interaktive Workshops und Netzwerkevents zum Konzept. Ein wesentliches Element ist dabei die Beteiligung der Community: Wie beim Berliner Original konnten Interessierte im Rahmen eines Call for Participation eigene Themen, Sessions und Programmpunkte einreichen. Dadurch soll das Festival nicht ausschließlich von etablierten Sprecher geprägt werden, sondern auch Raum für neue Ideen, Initiativen und Perspektiven aus der Community bieten.

Auch die Auswahl der Mitwirkenden spiegelt die thematische Breite der Veranstaltung wider. Zu den Sprecher zählen Persönlichkeiten aus Netzpolitik, Journalismus und Wissenschaft, darunter die Digital-Expertin Ingrid Brodnig, der Rechtswissenschaftler Nikolaus Forgó, die HateAid-Geschäftsführerin Josephine Ballon, der Journalist Florian Klenk und die Aktivistin Marlene Engelhorn. Die Mischung aus Vorträgen, Diskussionen, Workshops und informeller Vernetzung macht die re Vienna damit zu einem Forum, das digitale Fragen mit breiteren gesellschaftspolitischen Debatten verbindet.

Autor: Maximilian Stark, Datum: 06.10.26 - lizenziert unter CC BY-SA 4.0