Herbert Kickl spricht auf der 1. Großen Patriotenversammlung in Budapest
Wiki | Elekes Andor - CC BY 4.0

Rechte Medien in Österreich

Ein Überblick über rechte Medien in Österreich: Infos zu AUF1, Wochenblick, Info-DIREKT und mehr. Erkunde Verbindungen zur FPÖ und deren Einfluss.

Herbert Kickl spricht auf der 1. Großen Patriotenversammlung in Budapest
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Die Rechten Medien in Österreich - eine Übersicht

Hier ist eine strukturierte Übersicht über die rechte, rechtspopulistische und rechtsalternative Medienlandschaft in Österreich. Das Spektrum reicht von kommerziellen Boulevardmedien, über Plattformen, die vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft werden, bis hin zu professioneller Nutzung der (un)sozialen Medien.

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Tipp: Kontrast 7/25 - Propaganda & Verschwörungstheorien: So funktioniert das Mediennetzwerk der FPÖ

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1. Das kommerzielle Spektrum (Mainstream-Reichweite)

Diese Medien finanzieren sich regulär über den Werbemarkt und öffentliche Gelder. Sie bedienen rechte Narrative vor allem aus kommerziellem Kalkül oder bürgerlich-konservativer Überzeugung.

  • ServusTV (Red Bull Media House) - Die Ausrichtung des Senders ist rechtskonservativ bis rechtspopulistisch, insbesondere im Nachrichten- und Talkformat. Seine Strategie besteht darin, hochwertige und weitgehend unpolitische Inhalte aus den Bereichen Sport, Kultur und Natur mit einer professionell aufbereiteten Gegenposition zum ORF zu verbinden. Dabei tritt der Sender häufig regierungskritisch auf und bot in der Vergangenheit auch Corona-skeptischen Stimmen eine Plattform.
  • oe24.tv / oe24.at (Mediengruppe Österreich / Familie Fellner) - Die Ausrichtung des Mediums lässt sich als opportunistischer Krawall-Boulevard beschreiben. Seine Strategie besteht darin, Themen wie Asyl, Kriminalität und Migration stark zu emotionalisieren und auf aufmerksamkeitsstarke, oft clickbaitartige Berichterstattung zu setzen. Die politische Linie gilt als flexibel und wird von Kritikern häufig mit der Abhängigkeit von millionenschweren Regierungsinseraten in Verbindung gebracht.
  • eXXpress (Mehrheitseigentümer Frank Gotthardt) - Die Ausrichtung von exxpress ist bürgerlich bis rechtspopulistisch. Das Medium wurde als digitales Boulevardangebot gegründet, um vor allem ein konservativ-rechtes Publikum im bürgerlichen Milieu anzusprechen. Inhaltlich setzt es einen Schwerpunkt auf Kulturkampf-Themen, Migration sowie die Kritik an sogenannten „Woke“-Positionen und gesellschaftspolitischen Entwicklungen.

2. Das parteinahe und alternative Spektrum (FPÖ-Umfeld)

Diese Kanäle fungieren als verlängerter Arm der FPÖ oder bedienen deren Kernwählerschaft direkt, oft querfinanziert durch Parteigelder, Inserate oder Vereine.

  • FPÖ TV (Offizieller Parteikanal) - Das Portal ist rechtspopulistisch ausgerichtet und fungiert als parteinahes Kommunikationsmedium. Die Strategie besteht darin, journalistische Vermittlungs- und Filterinstanzen zu umgehen und politische Botschaften direkt an das Publikum zu richten. Dazu produziert der Kanal eigene Nachrichtensendungen, Studiointerviews und überträgt Parteiveranstaltungen weitgehend ungefiltert.
  • Info-DIREKT - Das Medium versteht sich selbst als „Magazin für Freiheitliche, Patrioten und Identitäre“. Das in Oberösterreich gegründete Magazin positioniert sich als Bindeglied zwischen der FPÖ und Teilen der weiter rechts stehenden beziehungsweise identitären Szene und widmet sich vor allem Themen aus dem patriotischen und migrationskritischen Spektrum. Dabei wird ihm häufig die Rolle eines Brückenmediums zwischen parlamentarischer und außerparlamentarischer Rechter zugeschrieben.

Eine Infografik zu rechten Medien in Österreich
KI generiert

3. Das rechtsalternative und rechtsextreme Spektrum (Systemkritik)

Plattformen dieser Kategorie werden vom Verfassungsschutz beobachtet oder als verschwörungsideologisch eingestuft. Sie lehnen das politische System grundlegend ab.

  • AUF1 (Stefan Magnet) - Das Medium wird überwiegend als rechtsextrem und verschwörungsideologisch eingeordnet. Der Online- und Satellitensender unter der Leitung von Stefan Magnet verbreitet regelmäßig Narrative wie den „Großen Austausch“ oder eine angebliche „Globalisten-Diktatur“. Inhaltlich setzt das Medium stark auf alarmistische und systemkritische Deutungsmuster und finanziert sich nach eigenen Angaben vor allem über Spenden sowie den Verkauf von Produkten im eigenen Onlineshop.
  • Report24 - Das Portal wird dem rechtsalternativen bis verschwörungsnahen Spektrum zugerechnet. Das im Umfeld der Corona-Proteste in Oberösterreich entstandene Onlineportal erreicht eine beträchtliche Reichweite mit regierungskritischer Berichterstattung. Thematische Schwerpunkte liegen auf der Kritik staatlicher Institutionen, der Verbreitung umstrittener Darstellungen zu politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen sowie einer skeptischen Haltung gegenüber dem wissenschaftlichen Konsens zum Klimawandel.
  • Heimatkurier (Identitäre Bewegung) - Das Medium wird dem rechtsextremen beziehungsweise ethnonationalistischen Spektrum zugeordnet und steht ideologisch der Identitären Bewegung nahe. Das Medium fungiert als publizistische Plattform der sogenannten „Neuen Rechten“ und konzentriert sich insbesondere auf Themen wie „Remigration“ sowie den Erhalt einer ethnokulturell definierten Identität. Dabei verfolgt es vor allem eine metapolitische Strategie, die auf die langfristige Beeinflussung gesellschaftlicher und politischer Debatten abzielt.

4. Das Social-Media-Ökosystem

Da traditionelle Kanäle oft regulatorischen Beschränkungen unterliegen, bildet Social Media das wichtigste logistische Rückgrat der rechten Szene in Österreich.

  • TikTok & Instagram Reels (Das „FPÖ-Phänomen“) - Die FPÖ (insbesondere unter Herbert Kickl) und rechte Influencer beherrschen den Algorithmus durch perfekt aufbereitete Kurzvideos. Komplexe politische Themen werden in 15-sekündige, emotionalisierende Botschaften für ein junges Publikum verpackt.
  • Telegram (Die unzensierte Echokammer) - Der wichtigste Messenger-Dienst für AUF1, Report24 und die Aktivisten der Identitären Bewegung. Da Telegram kaum moderiert, dient es zur Mobilisierung für Demonstrationen, zum Teilen ungefilterter Falschmeldungen und zum Einsammeln von Geldern (Crowdfunding).
  • X (ehemals Twitter) & YouTube - Während YouTube als primäre Video-Mediathek für längere Sendungen (wie von AUF1 oder FPÖ TV) genutzt wird, dient X vor allem Akteuren wie Martin Sellner und rechten Journalisten zur täglichen politischen Agitation und zur direkten Debatte mit dem journalistischen Mainstream.

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Wer finanziert die Rechten Medien in Österreich?

Rechtskonservative, rechtspopulistische und rechtsalternative Medien in Österreich finanzieren sich überwiegend über einen Mix aus privaten Investoren, Spenden ihrer Anhängerschaft, kommerziellen Nebengeschäften und öffentlichen Werbeaufträgen. Da viele dieser Medien aufgrund journalistischer Qualitätskriterien oder ihrer Organisationsform nur eingeschränkt Zugang zur klassischen Presseförderung haben, setzen sie verstärkt auf alternative Finanzierungsmodelle. Dadurch entsteht ein vergleichsweise diversifiziertes Finanzierungssystem, das weniger von Verkaufserlösen als von politischer Mobilisierung und Community-Bindung abhängt.

Eine wichtige Rolle spielen vermögende Einzelinvestoren und mediennahe Unternehmer. So gehört das Onlineportal exxpress mehrheitlich der Vius-Gruppe des deutschen Unternehmers Frank Gotthardt. Daneben fließen über Inserate und Werbekampagnen politischer Parteien erhebliche öffentliche Mittel in einzelne Medienangebote. Insbesondere die FPÖ und ihr Parlamentsklub schalten regelmäßig Anzeigen in parteinahen oder ideologisch nahestehenden Medien, wodurch indirekt auch Steuergelder zur Finanzierung dieser Plattformen beitragen.

Weitere zentrale Einnahmequellen sind Spendenkampagnen, Crowdfunding und kommerzielle Nebengeschäfte. Medien wie AUF1 oder Report24 werben regelmäßig um Direktspenden und Daueraufträge ihrer Unterstützer. Ergänzt wird dieses Modell durch eigene Onlineshops, Buchverlage und den Verkauf von Merchandising-Artikeln oder Produkten aus dem Bereich Krisenvorsorge. Darüber hinaus vermarkten viele dieser Medien Werbeflächen an Unternehmen aus dem eigenen politischen und kulturellen Umfeld, etwa alternative Verlage, Seminareanbieter oder Händler von Nahrungsergänzungsmitteln. Auf diese Weise entsteht ein wirtschaftliches Ökosystem, in dem Medien, politische Akteure und wirtschaftliche Partner teilweise eng miteinander verflochten sind.

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Das Logo der FPÖ
Wiki | gemeinfrei

Wer finanziert FPÖ TV?

FPÖ TV ist der parteieigene Online- und Videokanal der Freiheitlichen Partei Österreichs und wird vollständig aus öffentlichen Mitteln finanziert. Die Finanzierung erfolgt über die staatliche Parteienförderung sowie die Klubförderung des FPÖ-Parlamentsklubs im Nationalrat. Eigene kommerzielle Werbeeinnahmen gibt es nicht, da der Kanal als parteipolitisches Kommunikationsinstrument betrieben wird.

Rechtlich und organisatorisch ist FPÖ TV dem Freiheitlichen Parlamentsklub zugeordnet. Die Produktion erfolgt innerhalb der Klubstruktur, wodurch auch Infrastruktur, Studioausstattung und technische Produktion aus dem Budget der parlamentarischen Arbeit finanziert werden. Medienberichte und politische Analysen gehen davon aus, dass ein festes Produktionsteam – zeitweise rund 15 Personen – in diese Strukturen eingebunden ist und somit ebenfalls über öffentliche Mittel finanziert wird.

Das exakte Jahresbudget wird nicht separat ausgewiesen, da die Kosten im Gesamtbudget der Parteien- und Klubförderung enthalten sind. Diese Mittel umfassen mehrere Millionen Euro jährlich, aus denen auch Öffentlichkeitsarbeit und Medienproduktionen bestritten werden. FPÖ TV wird in diesem Kontext als vollständig öffentlich finanziertes Kommunikationsmedium der Partei beschrieben.

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Was ist das Geschäftsmodell von AUF1? - rechtsextem

AUF1 finanziert sich nach Eigendarstellung vor allem über Spenden, Crowdfunding sowie den Verkauf eigener Produkte im Onlineshop. Klassische staatliche Medienförderung erhält der Sender nicht, unter anderem aufgrund seiner umstrittenen redaktionellen Ausrichtung und Einordnung im medialen Spektrum. Die Geldflüsse werden teilweise über Vereinsstrukturen organisiert, was die Transparenz der Finanzierung erschwert.

Eine zentrale Rolle spielt der AUF1-Webshop, über den Bücher, Merchandise und Produkte aus dem Bereich Krisenvorsorge („Prepper“-Artikel) verkauft werden. Diese Einnahmen bilden neben Spenden eine wichtige wirtschaftliche Säule. Zusätzlich wird auf wiederkehrende Unterstützerbeiträge in Form von Daueraufträgen und Mitgliedschaften gesetzt.

Ergänzend wird das Projekt nach Angaben aus dem Umfeld auch durch die wirtschaftlichen Aktivitäten des Gründers sowie durch mediennahe Kooperationen gestützt. Teilweise wird zudem auf indirekte Reichweiten- und Werbeeffekte im Umfeld politischer Akteure verwiesen, während externe Finanzflüsse in der öffentlichen Debatte kontrovers diskutiert werden.

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Das Logo von oe24
Wiki | oe24 GmbH & Co KG - public domain

Wer finanziert oe24.TV? - rechtspopulistisch

Der Sender oe24.TV finanziert sich vor allem über klassische Werbeeinnahmen, umfangreiche öffentliche Inserate sowie staatliche Medienförderungen. Besonders die Inseratenschaltungen von Bund, Ländern und staatsnahen Unternehmen gelten als bedeutende Einnahmequelle innerhalb der Mediengruppe.

Hinter dem Medienhaus steht die Mediengruppe Österreich rund um die Familie Fellner. Der Aufbau des Unternehmens erfolgte ursprünglich über Bankfinanzierungen und Kredite, bevor es später zu wirtschaftlichen Restrukturierungen und einem Schuldenschnitt kam. Heute bildet die Mediengruppe ein integriertes System aus Zeitung, Onlineportal und TV-Sender.

Neben Werbung und Inseraten erhält oe24.TV auch Mittel aus den offiziellen Fördertöpfen der österreichischen Medienlandschaft, darunter Programme der KommAustria (Privatrundfunk- und Digitalisierungsfonds). Damit kombiniert der Sender private Marktfinanzierung mit erheblicher öffentlicher Unterstützung.

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Das Logo von ServusTV
Wiki | ServusTV - CC BY-SA 4.0

Wer finanziert Servus TV? - nach rechts offen

ServusTV wird vollständig vom Konzern Red Bull, genauer dem Red Bull Media House, finanziert. Der Sender gilt wirtschaftlich als sogenanntes Defizitprojekt, da die hohen Produktionskosten – insbesondere für internationale Sportrechte und aufwendige Eigenproduktionen – nicht vollständig durch eigene Einnahmen gedeckt werden.

Die Finanzierung erfolgt daher primär über Konzernzuschüsse, die Verluste ausgleichen und das Programm langfristig absichern. Ergänzend spielen Werbeeinnahmen eine Rolle, die jedoch laut Einschätzungen nur einen Teil der Gesamtkosten abdecken. Zusätzlich erhält der Sender – wie andere lizenzierte Privatsender – Mittel aus der österreichischen Rundfunk- und Medienförderung.

Geprägt wurde ServusTV historisch stark durch den Gründer von Red Bull, Dietrich Mateschitz, der den Sender als mediales Prestigeprojekt aufbaute. Inhaltlich kombiniert das Programm Sportübertragungen, Dokumentationen und Talkformate, wobei insbesondere während der Corona-Pandemie eine verstärkte öffentliche Diskussion über die politische Einordnung des Senders im Spektrum von rechtskonservativ bis rechtspopulistisch entstand.

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Tipp: Unser Ratgeber zu den Rechten Medien in Deutschland

Autor: Maximilian Stark mithilfe von Google Gemini. Datum: 29.06.26

Weitere Informationen zu Rechten Medien in Österreich findest du unten ⬇️