Der Mauerfall 1989 - 9. November

Wie kam es zum Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989? Lies hier alles über die historische Pressekonferenz, den Ansturm auf die Grenze der DDR und das Ende der Teilung von Deutschland.

Der Mauerfall 1989 - 9. November

Der Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989 war eines der wichtigsten und bewegendsten Ereignisse der deutschen und europäischen Geschichte. Nach fast 28 Jahren der Teilung fielen an diesem Abend überraschend die Grenzübergänge zwischen Ost- und West-Berlin, nachdem die DDR-Führung eine neue Reiseverordnung verkündet hatte.

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Hier sind einige der wichtigsten Aspekte und Hintergründe des Mauerfalls:

1. Vorgeschichte und Auslöser (1989)

  • Mit Entstehen des zweiten deutschen Staates, der DDR, in Folge des zweiten Weltkriegs und der Teilung Deutschlands durch die Siegermächte, entstand erst klein aber zunehmend größer eine Opposition in der DDR. Vor allem kirchliche Räume boten mehr als an anderen Orten Freiräume für offenere Diskussionen des alltäglichen gesellschaftlichen Lebens und der politischen Entwicklung. Immer unter großen Risiken und überwacht und bedroht durch die Geheimpolizei Staatssicherheit, kurz STASI, genannt auch das "Schild und Schwert der Einheitspartei SED.
  • Die Friedliche Revolution: Die Lebensverhältnisse wurden schlechter, die Unzufriedenheit immer größer und irgendwann trauten sich immer mehr Menschen trotz persönlicher Risiken auf die Straßen. Friedensgebete und Demonstrationen trotz Risiken durch Verhaftung oder Ausweisung kulminierten zur Friedlichen Revolution und im Herbst 1989 gingen in der DDR Hunderttausende Menschen auf die Straße („Montagsdemonstrationen“), um friedlich für Meinungsfreiheit, Reisefreiheit und demokratische Reformen zu demonstrieren (bekannt durch die Parole „Wir sind das Volk!“).
  • Fluchtweg über Nachbarländer: Bereits im Sommer und Herbst 1989 hatten viele DDR-Bürgerinnen und -Bürger über Ungarn, die Tschechoslowakei (Prag) und Polen die Flucht in den Westen gesucht oder sich in Botschaften der Bundesrepublik geflüchtet. Zwar waren schon vor dem Bau der Berliner Mauer immer wieder Menschen aus der DDR geflüchtet, um dem diktatorischen System zu entgehen oder kamen aufgrund gescheiterter Fluchtversuche in politische Haft in der DDR . Aber erst die zunehmende Fluchtwelle 1989 setzte die SED-Führung massiv unter Druck.
  • Die Pressekonferenz am 9. November: Am Abend des 9. November verkündete SED-Politbüromitglied Günter Schabowski auf einer international übertragenen Pressekonferenz eher beiläufig eine neue Regelung für Privatreisen ins Ausland. Auf die Journalistenfrage, ab wann dies gelte, antwortete er nach kurzem Blättern in seinen Notizen: „Das tritt nach meiner Kenntnis … ist das sofort, unverzüglich.“

2. Die Öffnung der Grenze

  • Ansturm auf die Übergänge: Obwohl die Regelung erst für den nächsten Tag geplant war und geordnet ablaufen sollte, verstanden die Menschen die Nachricht im Fernsehen als sofortiges Ende der Mauer. Tausende Berliner strömten in den folgenden Stunden zu den Grenzübergängen (unter anderem an der Bornholmer Straße).
  • Das Nachgeben der Grenzsoldaten: Da die Grenzposten keine klaren Befehle hatten und dem enormen Druck der friedlichen Menschenmengen nicht standhalten konnten, öffneten sie schließlich die Schlagbäume.
  • Jubel und Emotionen: Es herrschte unbeschreiblicher Jubel; wildfremde Menschen lagen sich in den Armen, tanzten auf der Mauer am Brandenburger Tor und feierten die Freiheit.

3. Die Folgen

  • Der Weg zur Einheit: Der Mauerfall war der entscheidende Meilenstein, der den Weg für das Ende der DDR und die deutsche Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 ebnete.
  • Das Ende des Kalten Krieges: Das Symbol des Eisernen Vorhangs war gefallen, was wenig später auch das Ende der bipolaren Weltordnung des Kalten Krieges und die Wiedervereinigung Europas beschleunigte.

Entwurf: Dr. Norbert Stute (Bessere Welt Info) und Hinrich Kley-Olsen (ddr-aufarbeitung) mit Unterstützung durch Google Gemini, Datum: 07.11.26

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