Care-Rat
Wie der Care-Rat Bürger, Politik und Fachkräfte vereint, um lokale Pflege- und Fürsorgeprobleme zu lösen. Jetzt Versorgungslücken in Deiner Gemeinde schließen!
Was ist ein Care-Rat?
Ein Care-Rat ist ein partizipatives, kommunales Beteiligungsformat, das Bürger, Politiker und Fachkräfte zusammenbringt, um lokale Herausforderungen bei der Pflege, Fürsorge (Sorgearbeit) und im sozialen Miteinander zu bewältigen. Ziel ist es, Versorgungslücken zu schließen, Einsamkeit zu reduzieren und pflegende Angehörige zu entlasten.
Springe direkt zu unseren Links für den ➡️ Care-Rat
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Hintergrund & Ziele
Das Konzept wurde durch Forschungsprojekte der Universität Wien und der FH St. Pölten entwickelt, um auf die wandelnden Anforderungen einer alternden Gesellschaft zu reagieren.
- Gemeinschaftlicher Fokus: Entwicklung von lokalen Lösungsansätzen für Pflege, Betreuung, Mobilität und Nahversorgung.
- Versorgungslücken schließen: Lokale Herausforderungen bei Betreuung im Alter, Krankheit oder in Krisen werden identifiziert.
- Entlastung: Betreuende Angehörige und Hilfesuchende können Belastungen ansprechen und Unterstützungsnetzwerke knüpfen.
- Unsichtbare Arbeit sichtbar machen: Würdigung von Sorgearbeit und Schaffung fairer Verhältnisse.
- Methodik: Eine Kombination aus Zukunftswerkstätten, Bürber:innen-Räten, Bürgerforen und sozialen Netzwerkkonferenzen.
- Umsetzung: Die Teilnehmenden werden teils durch Zufallsauswahl bestimmt oder gezielt eingeladen. Ziel ist es, den sozialen Zusammenhalt und die Selbstbestimmung innerhalb der Gemeinde zu stärken.
Erste Erfahrungen
In den Jahren 2023 und 2024 wurden erste Pilot-Care-Räte in Gemeinden wie Kaltenleutgeben, Groß-Siegharts und in der Steiermark erfolgreich umgesetzt. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse und ein Leitfaden zur Umsetzung werden vom Projekt Gemeinsam sorgen der Ludwig Boltzmann Gesellschaft bereitgestellt.
Ausführliche Informationen zur theoretischen Basis und zum Konzept findest du direkt auf der offiziellen Plattform care-r.at. Zudem bieten die Projektverantwortlichen der Fachhochschule St. Pölten Forschungsprojekt CareRäte fortlaufend Seminare und Austauschmöglichkeiten für Gemeinden und Interessierte an.
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Wie kann ich einen Care-Rat in meiner Gemeinde etablieren?
Um einen Care-Rat erfolgreich in deiner Gemeinde zu etablieren, empfiehlt sich ein strukturierter Ablauf in drei Kernphasen. Dies geht aus dem offiziellen Praxisleitfaden hervor, den die Universität Wien und die FH St. Pölten im Rahmen des Projekts „Gemeinsam sorgen“ entwickelt haben.
Ein Care-Rat kann sowohl direkt von der Gemeinde als auch von lokalen Vereinen oder sozialen Organisationen initiiert werden.
Schritt-für-Schritt zur Umsetzung
1. Vorbereitungsphase: Das Fundament legen
- Kernteam aufbauen: Bilde ein lokales Organisationsteam (ca. 3–5 Personen), beispielsweise bestehend aus engagierten Bürgern, Vertretern der Gemeindeverwaltung oder Akteuren aus dem Sozialbereich.
- Politischen Rückhalt sichern: Gewinne die Gemeindeführung (Bürgermeister*in, Gemeinderat), um sicherzustellen, dass erarbeitete Lösungen später politisches Gehör und finanzielle Unterstützung finden.
- Sorgelandkarte erstellen: Erfasse im Vorfeld, welche Pflege-, Sorge- und Nachbarschaftsstrukturen in deiner Gemeinde bereits existieren und wo spürbare Lücken liegen.
2. Durchführungsphase: Menschen zusammenbringen
Der Care-Rat nutzt einen bewährten Methoden-Mix aus Zukunftswerkstatt und Bürger*innenrat:
- Breit einladen: Spreche gezielt informelle Akteure an – pflegende Angehörige, Jugendliche, Vereine und Nachbarn – und verknüpfe diese mit professionellen Pflegekräften und Ärzten vor Ort.
- Herausforderungen benennen: In gemeinsamen moderierten Workshops (Zukunftswerkstätten) werden die drängendsten Sorge-Probleme der Region offengelegt.
- Konkrete Lösungen entwickeln: Die Teilnehmenden erarbeiten greifbare Projekte, wie etwa den Aufbau von Sorgenetzwerken, Nachbarschaftshilfen, Fahrtendiensten oder Entlastungsangeboten.
3. Umsetzungsphase: Dranbleiben und verankern
- Arbeitsgruppen gründen: Die im Care-Rat entstandenen Ideen werden in kleineren Projektgruppen konkret ausgearbeitet und Schritt für Schritt in der Gemeinde umgesetzt.
- Ergebnisse präsentieren: Stelle die Ergebnisse im Gemeinderat oder bei einer öffentlichen Veranstaltung vor, um Verbindlichkeit und Sichtbarkeit zu schaffen.
Hilfreiche Ressourcen und Unterstützung
Nutze die bereitgestellten Materialien der Initiatoren, um das Rad nicht neu erfinden zu müssen:
- Das offizielle Handbuch: Lade dir das detaillierte Care-Räte Toolkit herunter. Es enthält fertige Methodenbeschreibungen, Ablaufpläne und Vorlagen für die Praxis.
- Ausbildung & Workshops: Das Netzwerk FAIRsorgen bietet gezielte Fortbildungen zur Organisation und Moderation lokaler Care-Räte an. Informationen dazu findest du direkt auf der Plattform des Projekts FAIRsorgen.
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Wie kann ein Anschreiben für den/die Bürgermeister:in aussehen?
Initiative zur Etablierung eines „Care-Rates“ in ...
Sehr geehrte/r Frau/Herr Bürgermeister/in ...,
der demografische Wandel und der zunehmende Bedarf an Pflege und sozialem Miteinander stellen auch unsere Gemeinde vor wachsende Herausforderungen. Um pflegende Angehörige zu entlasten, Einsamkeit vorzubeugen und die Lebensqualität in [Name der Gemeinde] nachhaltig zu sichern, benötigt es innovative, lokale Lösungsansätze.
Aus diesem Grund möchte ich Ihnen ein wissenschaftlich erprobtes und erfolgreiches Beteiligungsformat vorstellen: den Care-Rat.
Ein Care-Rat bringt Bürgerinnen und Bürger, pflegende Angehörige, lokale Vereine sowie professionelle Pflege- und Fachkräfte an einen Tisch. Gemeinsam und ehrenamtlich werden im Rahmen von moderierten Workshops die konkreten Sorge- und Versorgungsbedarfe vor Ort analysiert und maßgeschneiderte Lösungen für unsere Gemeinde entwickelt (z. B. Nachbarschaftshilfen, Fahrtendienste oder Entlastungsangebote).
Das Konzept wurde von der Universität Wien und der FH St. Pölten entwickelt und in österreichischen Pilotgemeinden bereits erfolgreich erprobt. Ein umfassendes, kostenloses Praxis-Handbuch und erprobte Methoden stehen uns für die Umsetzung direkt zur Verfügung.
Als Gemeindeführung haben Sie hierbei die Chance, eine Vorreiterrolle einzunehmen und die Bürgerbeteiligung im so wichtigen Bereich der Daseinsvorsorge aktiv zu stärken.
Gerne würde ich Ihnen das Konzept und die nächsten Schritte – wie die Bildung eines kleinen, ehrenamtlichen Vorbereitungsteams – in einem kurzen persönlichen Gespräch vorstellen.
Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung und einen gemeinsamen Austausch für ein lebenswertes ....
Mit freundlichen Grüßen ...
Tipps für die Kontaktaufnahme:
- Material beilegen: Drucke den zweiseitigen Infofolder von der Plattform care-r.at aus und lege ihn dem Brief bei. Das erhöht die Professionalität.
- Verbündete suchen: Wenn ihr den Brief im Namen mehrerer Bürger, eines Vereins (z. B. Seniorenbund, Pfarre) oder einer bestehenden Initiative unterschreibt, verleiht das eurem Anliegen deutlich mehr Gewicht.
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Entwurf eines Konzeptpapiers
Etablierung eines „Care-Rates“ in der Gemeinde [Name der Gemeinde]
1. Ausgangslage & Herausforderung
Der demografische Wandel führt auch in [Name der Gemeinde] zu einem steigenden Bedarf an Pflege, Betreuung und Alltagsunterstützung. Pflegende Angehörige stehen unter enormem Druck, während professionelle Pflegedienste unter akutem Personalmangel leiden. Gleichzeitig drohen ältere oder isolierte Menschen aus dem gesellschaftlichen Leben zu verschwinden.
Um die Lebensqualität und die soziale Infrastruktur in unserer Gemeinde langfristig zu sichern, müssen formelle Pflegeberufe, die kommunale Verwaltung und die informelle Nachbarschaftshilfe enger miteinander verzahnt werden.
2. Was ist ein Care-Rat?
Ein Care-Rat ist ein partizipatives, kommunales Beteiligungsformat. Es bringt Bürger*innen, Betroffene, pflegende Angehörige, Vereine, professionelle Fachkräfte (z. B. Hausärzte, mobile Pflege) und die Gemeindepolitik an einen Tisch.
Das Format basiert auf einem erfolgreichen Modell der Universität Wien und der FH St. Pölten (Projekt „Gemeinsam sorgen“). Ziel ist es, Sorgearbeit sichtbar zu machen und gemeinsam passgenaue, lokale Lösungen für bestehende Versorgungslücken zu entwickeln.
3. Ziele für unsere Gemeinde
- Bedarfe erkennen: Systematische Erfassung der tatsächlichen Sorge- und Pflegebedürfnisse vor Ort.
- Angehörige entlasten: Schaffung von informellen und niederschwelligen Unterstützungsnetzwerken.
- Gemeinschaft stärken: Förderung der Nachbarschaftshilfe und Reduzierung von Einsamkeit im Alter.
- Lokale Lösungen umsetzen: Entwicklung konkreter Projekte (z. B. ehrenamtliche Besuchsdienste, Sorge-Cafés, lokale Fahrtendienste).
4. Geplanter Ablauf (Phasenmodell)
[ Phase 1: Vorbereitung ] ➔ [ Phase 2: Care-Rat Workshops ] ➔ [ Phase 3: Umsetzung ] (Kernteam & Datenbasis) (Bürgerbeteiligung & Ideen) (Projektgruppen & Praxis)
- Phase 1: Vorbereitung (Dauer: ca. 2–3 Monate)
- Bildung eines überparteilichen Organisationsteams (Gemeindeamt, Vereine, engagierte Bürger).
- Erstellung einer ersten „Sorgelandkarte“ (Wer bietet was bereits in der Gemeinde an?).
- Zielgerichtete Einladung von Schlüsselpersonen und der Bevölkerung.
- Phase 2: Durchführung der Care-Rat-Workshops (Dauer: 1–2 Tage)
- Durchführung von moderierten Zukunftswerkstätten mit den Teilnehmenden.
- Workshop 1: Kritikphase (Wo drückt der Schuh in [Name der Gemeinde]?).
- Workshop 2: Utopie- und Realisierungsphase (Welche Projekte können wir realistisch selbst starten?).
- Phase 3: Nachhaltige Umsetzung (Fortlaufend)
- Gründung von kleinen, agilen Arbeitsgruppen für die gewählten Fokus-Themen.
- Regelmäßige Berichterstattung und Rückkopplung an den Gemeinderat.
5. Nutzen für die Gemeindeführung
- Treffsichere Politik: Es entstehen nur Maßnahmen, die von der Bevölkerung tatsächlich gebraucht und mitgetragen werden.
- Ressourceneffizienz: Aktivierung des Ehrenamts und Stärkung der Nachbarschaftshilfe entlasten das Gemeindebudget langfristig.
- Vorreiterrolle: [Name der Gemeinde] positioniert sich als moderne, soziale und bürgernahe Gemeinde.
6. Nächste Schritte
- Grundsätzliche Befürwortung des Projekts durch die Gemeindeführung.
- Nominierung einer Ansprechperson aus der Gemeindeverwaltung / dem Sozialausschuss.
- Erstes Treffen zur Konstituierung des Vorbereitungsteams im [Wunschmonat/Quartal].
Ansprechperson für die Initiative:
[Dein Name] | [Deine E-Mail / Telefonnummer]
Wissenschaftliche Grundlagen und Toolkit unter: www.care-r.at
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Tipp: ➡️ FAIRsorgen - Wirtschaften fürs Leben
Tipp: ➡️ Alles Clara - die App die Pflegen leichter macht
Tipp: Unser Ratgeber zum ➡️ Gender Care Gap
Tipp: ➡️ LocalGov der Drupal Community - Open Source Angebot für Gemeinden. Ansprechpartner für Österreich: Nico Grienauer
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Entwurf: Google Gemini, editiert von Dr. Norbert Stute. Datum: 20.06.26
Work in Progress. Hinweise, Fotos + Mitarbeit willkommen
Weitere Informationen zum Care-Rat findest du unten ⬇️
Weitere Ressourcen
Handverlesene Quellen & Weiterführende Ressourcen für Care-Rat :
- Care-Räte (A) - Top
- Was sind Care-Räte?
- Care-Räte - TOOLKIT
- Gemeinsam Sorgearbeit Organisieren. Care-Räte Umsetzen. Ein TOOLKIT. *.pdf
- CareRäte - Hintergrund - USTP
- FH-Prof. Michaela Moser
- Michaela Moser - LinkedIn
- Emma Dowling - Webseite
- Prof. Emma Dowling - Soziologie, Uni Wien
- Google News - Care-Rat
- Google Scholar - Care-Rat
- CareRäte - University of Applied Sciences St. Pölten
- Caring Communities - Österreichisches Rotes Kreuz
- Verwandtes Projekt: Sorge-Netzwerke - Caring Communities
- Maßnahmen - Caring Communities
- Rat aus der Zivilgesellschaft - Societal Impact Plattform, Uni Wien
- Video: Sorgende Kommunen: Care als Infrastruktur - Die Linke: Landtagswahl 2026
- Gemeinsam Sorge-Arbeit organisieren Care-Räte umsetzen - Emma Dowling & Michaela Moser 2025 *.pdf
- Care-Räte umsetzen. Fortbildung und Begleitung zur Organisation und Moderation lokaler Care-Räte - FH St. Pölten *.pdf
- Gemeinsam sorgen: Das Potenzial von Care-Räten - Ludwig-Boltzmann-Gesellschaft
- Verwandter Leitfaden: Gemeinden für Gesundheitskompetenz! *.pdf
- Beitrag von Institut für Soziologie, Universität Wien - LinkedIn 7/25
- Gegenseitige Unterstützung Erster "Care-Rat" tagt in Groß Siegharts - MeiBezirk 9/24
- Zusammenleben in Groß-Siegharts gemeinsam gestalten - NÖN 9/24
- Google Bilder - Care-Rat + universität wien
- Google Bilder - Care-Rat + soziologie
- Google Bilder - Care-Räte
- Groß-Siegharts - Pflege