Was ist Antiziganismus?

Antiziganismus ist eine spezifische Form des Rassismus gegen Sinti und Roma sowie andere als „Zigeuner“ stigmatisierte Gruppen. Er äußert sich durch tief verwurzelte Vorurteile, Diskriminierung, soziale Ausgrenzung und Gewalt. Diese Feindlichkeit reicht von alltäglichen Stereotypen bis zur historischen und aktuellen Verfolgung, wie dem Völkermord im Nationalsozialismus.

Kernmerkmale und Fakten:

  • Definition: Antiziganismus bezeichnet die rassistische Ablehnung und Abwertung von Menschen, basierend auf Konstruktionen und Stereotypen.
  • Stereotype: Häufige Vorurteile umfassen die Zuschreibung von Kriminalität, Arbeitscheu oder Nicht-Sesshaftigkeit.
    • Verbreitung: Studien zeigen, dass antiziganistische Einstellungen in der europäischen Mehrheitsgesellschaft weit verbreitet sind. In Deutschland äußern oft über 50 % der Befragten Vorbehalte.
    • Diskriminierung: Sinti und Roma erleben strukturelle Diskriminierung in den Bereichen Bildung, Wohnen, Arbeit und Gesundheitsversorgung.
    • Gewalt: Es kommt zu gewalttätigen Übergriffen, Pogromen und rassistisch motivierter Gewalt, besonders in Osteuropa.
    • Formen: Der Rassismus äußert sich durch Hassrede, Diskriminierung im Alltag und behördliche Ausgrenzung.

Kampf gegen Antiziganismus:

Der Begriff wird zunehmend in der bpb.de debattiert, da manche Betroffene „Rassismus gegen Sinti und Roma“ bevorzugen.

Author: Google Gemini, Datum: 09.04.26