Internationaler Tag der Roma - 8. April

Internationaler Tag der Roma

Der Internationale Tag der Roma (auch Rom*nja-Tag) wird jährlich am 8. April begangen. Er dient dazu, die Kultur der größten ethnischen Minderheit Europas zu feiern und gleichzeitig auf die anhaltende Diskriminierung und Verfolgung der Gemeinschaft aufmerksam zu machen.

Hintergrund und Ursprung

Der Gedenktag wurde 1990 auf dem vierten Welt-Roma-Kongress in Serock (Polen) offiziell ins Leben gerufen. Das Datum erinnert an den ersten Welt-Roma-Kongress, der am 8. April 1971 in London stattfand. Auf diesem Kongress wurden wegweisende Symbole für die Gemeinschaft beschlossen:

  • Anerkennung als Nation: Die Roma wurden als eigenständige, nicht-territoriale Nation anerkannt.
  • Flagge: Eine blau-grüne Flagge mit einem roten, 16-speichigen Rad (Chakra) in der Mitte.
  • Hymne: Das Lied „Gelem, Gelem“ wurde als offizielle Hymne gewählt.
  • Selbstbezeichnung: Die Eigenbezeichnung „Rom“ (Mensch/Mann) wurde für den offiziellen Gebrauch festgelegt.

Bedeutung und aktuelle Themen

Der Tag verbindet die Feier der kulturellen Vielfalt mit politischem Aktivismus:

  • Empowerment: Sichtbarkeit der Roma-Kultur durch Musik, Kunst und Diskussionsrunden.
  • Kampf gegen Antiziganismus: Organisationen nutzen den Tag, um auf Vorurteile, Ausgrenzung und Hass im Netz aufmerksam zu machen.
  • Gedenken: In Österreich und Deutschland wird oft auch an die Opfer des Porajmos (Völkermord an Sinti und Roma im Nationalsozialismus) sowie an neuere Attentate erinnert.

In vielen Städten finden rund um diesen Tag Ausstellungen, Konzerte und Gedenkveranstaltungen statt, etwa im österreichischen Parlament oder durch zivilgesellschaftliche Stiftungen.

Author: Google Gemini, Datum: 08.04.26