Hiroshima Tag - 6. August
Am 6. August gedenken wir der Opfer von Hiroshima. Erfahre mehr über die Hintergründe und die katastrophalen Folgen, die Botschaft für den Frieden und wie du gedenken kannst.
Der Atombombenabwurf auf HIROSHIMA – Nuklearer Holocaust
Ein einzelner Blitz veränderte die Welt für immer: Der amerikanische Atombombenabwurf auf die japanische Stadt Hiroshima am 6. August 1945 war der erste Einsatz einer Atomwaffe in der Weltgeschichte. Kurz darauf endete der Zweite Weltkrieg: Die Bombe tötete sofort 80.000 Menschen, überwiegend Zivilisten, und zerstörte 70 Prozent der Häuser im Umkreis von anderthalb Kilometern. Die Explosion hatte eine Sprengkraft von etwa 13 Kilotonnen TNT. Bis Ende 1945 gab es schätzungsweise 140.000 Todesfälle, zusätzlich zu den schrecklichen Folgen, die die Strahlung bei den Überlebenden verursachte.
81 Jahre später – im Jahr 2026 – mahnt uns der Hiroshima-Tag mehr denn je, dieses dunkle Kapitel der Menschheitsgeschichte nicht zu vergessen. Warum dieser Tag bis heute eine zentrale Rolle für den globalen Frieden spielt und wie wir die Erinnerung wachhalten können, erklärt dir unser Ratgeber. Hier findest du über 200 wichtige Links zum Hiroshima-Tag. Sie führen zu Hintergründen, Opfern und Langzeitfolgen der Atombombenexplosion – und zu Organisationen, die für nukleare Abrüstung kämpfen.
Zahlreiche Videos ergänzen die Textquellen und machen die Thematik durch bewegte Bilder greifbar. Diese ausgewählten Ressourcen helfen Dir, zu verstehen was in Hiroshima geschah und das Gedenken an Hiroshima wachzuhalten. So kannst Du die Folgen einer Atombombenexplosion besser einordnen, Wissen weitergeben und Dich für eine Welt ohne Atomwaffen starkmachen.
Springe direkt zu unseren umfangreichen Links zu ➡️ Hiroshima.
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Der ebenso katastrophale Atombombenabwurf auf ➡️ Nagasaki ereignete sich wenige Tage später, am 9. August – eine Tat, die Robert Oppenheimer für unnötig und ungerechtfertigt hielt.
Auf unserer englischen Schwesterseite Better World Info findest du alle Infos zu Hiroshima und Nagasaki.
„Was für eine Zivilisation ist das, die solche Waffen hervorbringt?“ – Mahatma Gandhi
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Hiroshima-Gedenken im DACH-Raum
- Deutschland: Bundesweite Termine für Hiroshima und Nagasaki beim Netzwerk Friedenskooperative
- Österreich: In Wien um 16:30 am Stephansplatz und um 19:00 am Karlsplatz. In Graz um 19:00 Teich am Karlsplatz. Am 9. August wird um 20 Uhr mit einer traditionellen Buddhistischen Lichterzeremonie bei der Wiener Friedenspagode der Opfer von Hiroshima und Nagasaki gedacht (2. Bezirk, Hafenzufahrtsstraße, Grünhaufenbrücke, Bus 79A).
- Schweiz: Städte (oft über "Mayors for Peace"), Friedensgruppen und Kirchengemeinden organisieren lokale Aktionen wie Flaggenhissen, Mahnwachen, Gottesdienste und Ausstellungen.
Hiroshima-Gedenkfeiern weltweit
Der Hiroshima-Tag am 6. August erinnert jedes Jahr an die Opfer des Atomwaffenangriffs und mahnt global zur atomaren Abrüstung. Weltweit finden in vielen Städten Gedenkzeremonien statt, die allen im Laufe der Jahrzehnte verlorenen Leben Tribut zollen. Dazu gehören die jährliche Friedenszeremonie im Hiroshima Peace Memorial Park, Veranstaltungen in der Friedenspagode und bei dem Kinderfriedensdenkmal.
Zum Gedenktag gehören auch Laternenzeremonien auf dem Wasser und Sadako Sasaki mit ihren Origami-Kranichen aus Papier. Das Archiv der Friedenskooperative hält umfangreiches Quellenmaterial bereit, das die langjährige Friedensarbeit in Deutschland dokumentiert.
Die vergessenen Koreaner
Beim Abwurf der Atombomben starben auch schätzungsweise 20.000 Koreaner, die damals als Zwangsarbeiter unter der japanischen Kolonialherrschaft nach Japan verschleppt worden waren. In Hiroshima machten sie etwa 10 % der Todesopfer aus. Viele arbeiteten in Munitionsfabriken, Werften oder Bergwerken unter lebensgefährlichen Bedingungen. Unter den Opfern waren auch koreanische Frauen, die als sogenannte „Trostfrauen“ zur sexuellen Ausbeutung in Militärbordellen gezwungen wurden - ihre genaue Zahl ist bis heute schwer zu beziffern; Schätzungen gehen von mehreren Tausend allein in Japan aus.
Gesellschaftlich standen diese Menschen am untersten Rand: entrechtet, rassistisch diskriminiert und nach dem Krieg in beiden Ländern oft verschwiegen. Erst seit den 1990er-Jahren wächst der öffentliche Druck, ihre Geschichte sichtbar zu machen. In Hiroshima erinnert seit 1970 ein eigenes Denkmal im Friedenspark an die koreanischen Opfer. Doch erst 2015 wurde es offiziell vom Bürgermeister anerkannt, nachdem es zuvor von der koreanischen Gemeinde ohne offizielle Genehmigung errichtet worden war. Heute fordern Überlebende und Nachkommen weiterhin Entschädigungen und mehr Bildungsarbeit — als Mahnung, dass die Opfer der Kolonialherrschaft und der Atombomben untrennbar miteinander verbunden sind.
Wie man Atomwaffen eindämmt und verbietet – Verträge und Organisationen
Entdecke unseren Leitfaden zur nuklearen Abrüstung mit Organisationen, die hart daran arbeiten, die Herstellung und Verbreitung von Atomwaffen zu verbieten, darunter ICAN, IPPNW, Abolition 2000 und CND UK. Erfahre mehr über die rechtsverbindlichen Verträge, die es gibt, um zu verhindern, dass sich solche katastrophalen Ereignisse wiederholen, wie zum Beispiel den Atomwaffenverbotsvertrag 2017, den Atomwaffensperrvertrag, den New-START-Vertrag und atomwaffenfreie Zonen. Hier findest du auch einen umfassenden Leitfaden zur Arbeit des Physikers J. Robert Oppenheimer, dem Vater der Atombombe und späteren Verfechter der nuklearen Rüstungskontrolle.
Die einzige Lösung für diesen Atomwaffenwahnsinn ist ein völliges Verbot. Die Gefahr einer nuklearen Eskalation im Krieg zwischen Russland und der Ukraine hat die Welt an den Rand einer nuklearen Katastrophe gebracht.
Für unsere Staats- und Regierungschefs ist es heute wichtiger denn je, sich für eine atomwaffenfreie Welt einzusetzen. Die Herstellung und Lagerung von Atomwaffen zur sogenannten Abschreckung ist nur ein dünner Schleier für potenziellen Massenmord und Völkermord!
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Gemeinsam gegen Atomwaffen – erinnern, um zu schützen
Damit sich die Schrecken von 1945 niemals wiederholen, müssen wir die Erinnerung an die Opfer lebendig halten und uns weltweit für nukleare Abrüstung starkmachen.
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Autorin: Rachael Mellor, Übersetzung: Maximilian Stark am 02.08.23, letztes Update durch Dr. Norbert Stute am 01.08.26, lizenziert unter CC BY-SA 4.0
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