Aktuelle Themen

Nachtwölfe

Der 1989 gegründete Motorrad- und Rockerclub ist der größte seiner Art in Russland. Sie vertreten nationalistische und christlich-orthodoxe Ansichten und haben Verbindungen, die sogar bis zu Wladimir Putin reichen. Die Nachtwölfe erhalten Steuergelder und finanzieren damit eine Reihe an Veranstaltungen. Öffentlich äußern sie immer wieder anti-westliche Tendenzen und sprechen sich positiv zur Krim-Annexion aus. Neben Russland gibt es Zweigstellen in mehreren osteuropäischen Ländern.

Russische Opposition

Seit 20 Jahren ist Wladimir Putin in Russland an der Macht. Oppositionelle werfen dem Präsidenten immer wieder Autokratie und politische Wilkür vor. Doch wer sich in Russland klar gegen das System positioniert, lebt gefährlich. 2015 wurde der Oppositionelle Boris Nemzow erschossen, sein Kollege Alexej Nawalny wurde 2020 vergiftet. Neben der Gefahr für das eigene Leben, erschweren Demo-Verbote, wilkürliche Verhaftungen und Verfassungsänderungen die Arbeit der Opposition zusätzlich. 

Krim Sezession

Im März 2014 wurde die Verwaltung der ukrainische Halbinsel Krim, im Zuge der Unruhen in der gesamten Ukraine, von Russland übernommen. Ob es sich um eine gewaltsame Annexion Russlands oder um eine selbst gewählte Abspaltung der Krimbewohner handelt, darüber gehen die Meinungen auseinander. Die völkerrechtliche Zugehörigkeit der Halbinsel ist nach wie vor umstritten. Bei einem Referendum 2014 sprach sich die Mehrheit der Bewohner für einen Anschluss Russlands aus.