PFAS - Ewigkeits-Chemikalien

Was sind ➡️ PFAS / Ewigkeit Chemikalien?

PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) sind eine Gruppe von über 10.000 künstlich hergestellten Chemikalien, die aufgrund ihrer extremen Beständigkeit als „Ewigkeits-Chemikalien“ bekannt sind. Sie kommen in der Natur nicht vor und bauen sich über Jahrhunderte praktisch nicht ab.

🧪 Warum sind sie so „ewig“?

Die chemische Bindung zwischen Kohlenstoff und Fluor gilt als eine der stärksten in der organischen Chemie. Sie ist nahezu unzerstörbar durch:

  • Bakterien oder Pilze
  • Sonnenlicht (UV-Strahlung)
  • Hitze oder chemische Prozesse

🏠 Wo kommen PFAS im Alltag vor?

Wegen ihrer wasser-, fett- und schmutzabweisenden Eigenschaften werden sie in unzähligen Produkten eingesetzt:

  • Küchenutensilien: Beschichtete Pfannen (z. B. Teflon).
  • Textilien: Outdoor-Kleidung, Regenjacken und schmutzabweisende Teppiche.
  • Verpackungen: Pizzakartons, Fast-Food-Papier und Kaffeekapseln.
  • Kosmetik: Wasserfeste Mascara, Lippenstift oder Rasierschaum.
  • Technologie: Chip-Produktion, Lithium-Ionen-Batterien und Windkraftanlagen.

⚠️ Warum sind sie gefährlich?

PFAS reichern sich im Körper und in der Umwelt an (Bioakkumulation). Laut Studien des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) können sie folgende Auswirkungen haben:

  • Immunsystem: Verminderte Reaktion auf Impfungen.
  • Hormonsystem: Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit und der Schilddrüse.
  • Entwicklung: Schäden für das ungeborene Kind im Mutterleib.
  • Organe: Erhöhte Cholesterinspiegel und Leberschäden.
  • Krebs: Einige Verbindungen wie PFOA gelten als krebserregend.

🛡️ Wie kann man sich schützen?

Da PFAS bereits im Trinkwasser und in der Nahrungskette (besonders in Fisch, Fleisch und Eiern) nachweisbar sind, ist eine vollständige Vermeidung schwierig. Sie können jedoch Ihre Belastung senken:

  1. Label prüfen: Achten Sie auf Hinweise wie „PFAS-frei“, „PFC-frei“ oder „fluorfrei“.
  2. Beschichtung wählen: Nutzen Sie Pfannen aus Gusseisen, Edelstahl oder Emaille statt klassischer Antihaftbeschichtungen.
  3. Frisch kochen: Vermeiden Sie stark verarbeitete Lebensmittel in beschichteten Papierverpackungen.
  4. Nachhaltigkeitssiegel: Labels wie der Blaue Engel oder GOTS schließen PFAS oft aus.

Die EU plant derzeit eine umfassende Beschränkung oder ein Verbot der gesamten Stoffgruppe, über das voraussichtlich ab 2025 final entschieden wird.

Author: Google Gemini, Datum: 23.04.26