Erben / Erbschaftssteuer

Die Erbschaftssteuer wird international zunehmend als zu niedrig empfunden, was als ein wesentlicher Treiber für globale Vermögensungleichheit gilt. Studien zeigen, dass sehr hohe Vermögen oft kaum besteuert werden, während Arbeitseinkommen hoch belastet sind.

Hier sind die zentralen Aspekte des Problems:

  • Konzentration von Reichtum: In vielen Industrienationen konzentriert sich Vermögen bei wenigen Familien. Neun von zehn Erben einer Immobilie in bestimmten Analysen besitzen bereits selbst eine, was die Schere zwischen Arm und Reich vergrößert.
  • Regressive Wirkung trotz Progressivität: Obwohl Erbschaftssteuern oft progressiv gestaltet sind (höherer Steuersatz bei mehr Vermögen), führen Ausnahmen dazu, dass sie in der Praxis regressiv wirken. Besonders große Erbschaften (über 26 Mio. Euro) werden durch Verschonungsregeln bei Betriebsvermögen oft kaum besteuert, mit effektiven Steuersätzen von zum Teil unter 3 %.
  • Wettlauf nach unten (Race to the Bottom): Seit dem Jahr 2000 haben 13 Länder die Erbschaftssteuer abgeschafft, darunter Schweden, Rumänien und Österreich. Dies erschwert eine internationale Besteuerung von Vermögen.
  • Niedriges Steueraufkommen: In Deutschland macht die Erbschaftssteuer nur etwa ein Prozent der gesamten Steuereinnahmen aus.
  • Argumente gegen die Steuer: Kritiker führen an, dass hohe Erbschaftssteuern Arbeitsplätze durch die Notwendigkeit von Betriebsverkäufen gefährden könnten und dass Vermögen oft bereits versteuert wurde (wobei Gegner entgegnen, dass dies bei Erbschaften oft nicht der Fall ist).

Lösungsansätze in der Debatte:

  • Lebensfreibeträge: Eine Kombination aus hohen Freibeträgen (z.B. 1 Mio. Euro) und einer moderaten Einheitssteuer (z.B. 25 %) könnte die Akzeptanz erhöhen.
  • Stundung: Erbschaftssteuern könnten über 20 Jahre gestreckt werden, um den Verkauf von Familienunternehmen zu verhindern.
  • Schlupflöcher schließen: Die Verschonungsbedarfsprüfung, die oft zu Steuererlassen auf Millionenvermögen führt, wird kritisiert.

Entwurf durch Google Gemini, Datum: 11.05.26