Barcamp
Was ist ein Barcamp?
Ein Barcamp (auch bekannt als Unkonferenz) ist ein offenes, partizipatives Tagungsformat, bei dem die Teilnehmenden das Programm selbst gestalten. Im Gegensatz zu klassischen Konferenzen gibt es keine vorher feststehenden Referenten oder vorgegebenen Vorträge – das gesamte Programm wird erst am Morgen der Veranstaltung gemeinsam entwickelt.
Der Grundgedanke lautet: Es gibt keine passiven Zuhörer, sondern nur aktive Teilnehmende(„Teilgebende“).
Ablauf eines Barcamps
Ein typischer Barcamp-Tag gliedert sich in drei zentrale Abschnitte:
- Ankommen & Vorstellungsrunde: Die Teilnehmenden stellen sich kurz vor (häufig mit drei prägnanten Schlagworten/Hashtags).
- Session-Pitching (Programmerstellung):
- Wer ein Thema einbringen möchte (Vortrag, Diskussion, Fragen, Workshop-Idee), stellt dies kurz in 30 bis 60 Sekunden vor.
- Die Gruppe signalisiert per Handzeichen das Interesse.
- Bei ausreichendem Interesse wird dem Thema ein Raum und ein Zeitfenster im Tagesplan (Sessionplan) zugewiesen.
- Sessions & Dokumentation:
- In 45- bis 60-minütigen Blöcken finden parallel mehrere Sessions statt.
- Die Inhalte und Ergebnisse werden meist digital in Echtzeit für alle zugänglich protokolliert (z. B. in kollaborativen Notiz-Pads).
Die Grundregeln (Die Barcamp-Regeln)
Barcamps orientieren sich traditionell an einigen Leitprinzipien:
- Sprechen Sie über das Barcamp: Teilt Erfahrungen, Notizen und Gedanken vor, während und nach dem Event (z. B. in Social Media).
- Keine reinen Werbevorträge: Es geht um Wissensaustausch auf Augenhöhe, nicht um Verkaufspräsentationen.
- Das Gesetz der zwei Füße: Wenn Sie in einer Session nichts mehr lernen oder beitragen können, wechseln Sie einfach den Raum, ohne dass es als unhöflich gilt.
- Jeder kann eine Session anbieten: Egal ob Experte oder Einsteiger mit einer konkreten Frage.
Barcamp vs. Klassische Konferenz
Merkmal: Klassische Konferenz / Barcamp (Unkonferenz)
Programm: Monate im Voraus geplant / Erst am Event-Morgen erstellt
Rollen: Starre Trennung: Sprecher vs. Publikum / Alle sind Teilgebende auf Augenhöhe
Inhalte: Frontalvorträge, Panels / Diskussionen, Workshops, freier Austausch
Flexibilität: Fest und starr / Hochflexibel, passt sich spontan an
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Wie bereite ich einen erfolgreichen Session-Pitch für ein Barcamp vor?
Ein gelungener Session-Pitch auf einem Barcamp dauert meist nur 30 bis 60 Sekunden. Ziel ist es nicht, das Thema bereits zu erklären, sondern Interesse zu wecken und herauszufinden, ob genügend Teilnehmende Lust auf die Session haben.
1. Die 4 Bausteine eines perfekten Pitches
Ein strukturierter Pitch lässt sich in vier kurze Schritte unterteilen:
- Wer bist du? Name und ggf. Hintergrund (1 Satz).
- Worum geht es? Das Thema oder die zentrale Fragestellung prägnant auf den Punkt gebracht.
- Welches Format nutzt du? Welches Format erwartet die Teilnehmenden (z. B. Impulsvortrag, Diskussion, Fragen-Session, Hands-on-Workshop)?
- Für wen ist das gedacht? Zielgruppe oder Vorwissen ansprechen (z. B. „Für Einsteiger“, „Für Fortgeschrittene“, „Für alle, die schon mal X gemacht haben“).
2. Praktische Formulierungsbeispiele
Je nach Ziel deiner Sitzung finden du hier drei einfache Vorlagen:
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Der Diskussions- / Fragen-Pitch (Du suchst Input):
„Hi, ich bin [Name]. Ich stehe vor der Herausforderung [Thema/Problem, z. B. Barcamps klimaneutral zu gestalten] und suche nach Best Practices. Ich möchte eine offene Diskussionsrunde starten, in der wir Erfahrungen und Tipps austauschen. Wenn ihr dazu schon Ideen habt oder selbst vor der Frage steht, kommt vorbei!“
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Der Wissens- / Impuls-Pitch (Du teilst Erfahrung):
„Hallo, ich bin [Name]. Ich habe im letzten Jahr [Erfahrung/Projekt, z. B. ein eigenes Open-Source-Tool aufgebaut] und möchte euch in einem 10-minütigen Impuls zeigen, was gut geklappt hat und was schiefging. Danach sprechen wir über eure Fragen. Eignet sich für alle, die [Zielgruppe] sind.“
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Der Workshop- / Hands-on-Pitch (Gemeinsames Erarbeiten):
„Hey, ich bin [Name]. Wer von euch wollte schon immer mal [Fähigkeit/Methode, z. B. Systemisches Konsensieren ausprobieren]? Ich möchte mit euch in 45 Minuten eine kleine Übung durchführen, damit ihr das direkt selbst anwenden könnt. Keine Vorkenntnisse nötig!“
3. Do’s and Don’ts beim Pitching
DO'S
Genaue Erwartung klären: Sag offen, wenn du selbst keine Antworten hast, sondern nur Fragen.
Interesse abfragen: Frage direkt nach dem Pitch: „Wer hätte darauf Lust?“ (Handzeichen).
Flexible Dauer anbieten: Erwähne, ob dir 30 Minuten reichen oder ob du 60 Minuten brauchst.
DON'TS
Zu lange ausholen: Erkläre nicht schon das Thema – wecke nur Neugier.
Werbeveranstaltung daraus machen: Reine Verkaufs-Pitches kommen schlecht an.
Nervös sein wegen fehlender Expertise: Auf Barcamps darf man auch Sessions anbieten, um zu lernen!
4. Checkliste zur Vorbereitung
- [ ] Thema in einem Satz zusammenfassen können.
- [ ] Format wählen (Impuls + Diskussion, reiner Austausch, Übung/Workshop).
- [ ] Stichpunkte auf eine Moderationskarte schreiben (nicht ablesen, nur als Orientierung).
- [ ] Offenheit mitbringen: Wenn zu wenige Handzeichen kommen, das Thema anpassen oder mit einer kleineren Runde im Flur besprechen.
Entwurf: Google Gemini, Datum: 05.10.26