Aktuelle Themen

Atomwaffen in Büchel

Offizielle Angaben oder Hinweise der Bundesregierung sucht man vergebens. Und doch ist es mittlerweile ein offenes Geheimnis, dass im beschaulichen Büchel in der Vulkaneifel, amerikanische Atomwaffen lagern. 20 Bomben des Typs Typ B-61, mit einer Sprengkraft von 50 Kilotonnen, fast viermal so viel wie die Hiroshima-Atombombe. Proteste oder politische Initiativen, um die USA zum Abzug ihrer Waffen zu bewegen, scheiterten bisher. Der Bundestag debattiert derweil über die Anschaffung neuer atomwaffenfähiger Flugzeuge.

Atomwaffen in Büchel

Atomwaffen- verbotsvertrag

Am 22. Januar 2021 tritt ein UN-Abkommen in Kraft, das Atomwaffen völkerrechtlich verbietet. 122 Regierungen haben den Vertrag bereits verabschiedet, doch die großen Atomwaffenstaaten sträuben sich bisher dagegen. Auch die deutsche Politik spricht sich gegen das Abkommen aus, obwohl die Bevölkerung in Umfragen den Kurs überwiegend kritisiert. Die nukleare Teilhabe muss konsequent aufgegeben werden, denn Atomwaffen schaffen weder Sicherheit noch Frieden.

Atomwaffen- verbotsvertrag

INF-Vertrag

Der INF-Vertrag wurde 1987 zwischen der USA und Russland geschlossen. Geregelt wurde die beiderseitige Vernichtung aller boden- und landgestützten Flugkörper mit kürzerer und mittlerer Reichweite. Der Vertrag galt als Zeichen der Versöhnung nach der Anspannung des Kalten Krieges. 2019 wurde der Vertrag allerdings unter jeweiligen Schuldzuweisungen auf- und neue Raketensysteme angekündigt. Einem neuen Wettrüsten steht dann wohl nichts mehr im Weg...

INF-Vertrag

Biologische Waffen

Derzeit sind etwa 200 mögliche Krankheitserreger bekannt, die sich als biologische Waffe verwenden ließen. Glücklicherweise ist seit der Biowaffenkonvention 1972 die Herstellung und der Einsatz biologischer Waffen verboten. Die Erreger von infektiösen Krankheiten könnten allerdings, trotz internationaler Ächtung, für terroristische Zwecke missbraucht werden. Dass so eine Waffe in den falschen Händen schlimme Folgen haben könnte, zeigt die schnelle Verbreitung der weltweit grassierenden COVID-19 Pandemie.  

Biologische Waffen

Hiroshima Tag am 6. August

Jeden 6. August erinnern Tausende Menschen weltweit an den katastrophalen Atombombenabwurf 1945 auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki. Bis zu 100.000 Menschen, hauptsächlich Zivilisten, starben damals sofort, mehrere Hunderttausend waren von den Folgeschäden betroffen. 75 Jahre ist dies her und bis heute stehen die beiden Städtenamen symbolisch für den Schrecken des Krieges und die verheerende Zerstörungskraft von atomaren Waffen.

Hiroshima Tag am 6. August