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Hans von Sponeck

Der deutsche UN-Diplomat war lange Zeit in Bagdad als Koordinator für humanitäre Fragen tätig. 2000 reichte er seinen Rücktritt ein, aus Protest gegen die Sanktionspolitik des UN-Sicherheitsrates, die er als Grund für den Tod vieler irakischer Kinder ansah. Nach seinem Rücktritt versuchte er, öffentlich über die prekäre humanitäre Lage im Irak aufzuklären und veröffentlichte mehrere Publikationen. Für seine Arbeit wurde er mit mehreren Preisen ausgezeichnet. 

UN-Resolution 1441

Die Resolution war 2002 auf Drängen Amerikas verabschiedet wurde. Sie enthielt die Androhung "ernster Konsequenzen" für den Irak bei "Verletzung seiner Pflichten". Die schwammige Formulierung erlaubte viel Interpretationsspielraum. So stuften die USA und Großbritannien ein 12.000 Seiten umfassendes Dokument des Iraks über sein Waffenprogramm als ungenügend ein, ohne dass sich zuvor der Sicherheitsrat damit befassen konnte. Dadurch entscheidet sich Bush vermutlich endgültig für den Krieg.

Tod von Saddam Hussein

Mehr als 20 Jahre war Hussein im Irak an der Macht gewesen, bevor er 2003 durch den Einmarsch der amerikanischen Truppen gestürzt und später hingerichtet wurde. Als Diktator hatte er den Analphabetismus erfolgreich bekämpfte und Frauen sämtliche Berufsrechte einräumt, allerdings auch einen Überwachungsstaat aufgebaut und politische Gegner gefoltert. Er führte Kriege gegen den Iran und Kuweit und ließ durch Giftgaseinsätze zehntausende Kurden ermorden.